Pedalling technique effects cycling performance

(Auswirkungen der Tritttechnik auf die Radfahrleistung)

Anliegen der Studie war die Untersuchung der Auswirkung der Tritttechnik im Radsport auf das kardio-pulmonale System und den Stoffwechsel. Außerdem wurde untersucht, inwiefern eine optimierte biomechanische Effektivität Auswirkungen auf die Leistung im Radsport hat. Dazu beteiligten sich sechs Radsportler (zwei Straßenfahrer, drei Mountainbiker, ein Triathlet) an der Untersuchung. Im ersten Test (T1) wurde die durchschnittliche Leistungsabgabe während eines 4-Minuten-Tests bei einer stabilen Umdrehungszahl von 100 U/min gemessen. Im zweiten Test (T2) wurde eine Umdrehungszahl von 85 U/min bei 65 % der individuellen 4-Minuten-Leistung festgelegt. Es wurden Werte für die Herzschlagfrequenz und die Atmung ermittelt. Laktatwerte wurden vor und drei bzw. sechs Minuten nach dem Test ermittelt. Daran schloss sich ein spezielles dreiwöchiges Techniktraining an, bei dem dreimal wöchentlich jeweils 25 Minuten lang den Sportlern eine Feedbackinformation zu der von ihnen eingesetzten Tritttechnik vermittelt wurde (taktile Information, wenn die Tangentialkräfte einen Nullwert erreichten). Danach wurde der zweite Test wiederholt, allerdings unter Einsatz des Feedbacksystems. Auch T1 wurde wiederholt. Die durchschnittliche Leistungsabgabe bei T1 vor und nach dem Techniktraining verringerte sich nicht-signifikant von 407,10 Watt +/- 40,46 auf 403,96 Watt +/- 26,64 nach dem Techniktraining. Nach dem Techniktraining verlängerte sich die Belastungszeit ohne fehlerhafte Technik von 1,5 auf 20 Minuten. In den letzten 60 Sekunden von T2 resultierte eine biomechanisch effektive Tritttechnik in einer signifikanten Steigerung der Herzschlagfrequenz (vorher 163 Schläge/min. +/- 7,93, nachher 180 +/- 4,27). Die maximale Herzschlagfrequenz stieg ebenfalls signifikant von 165 +/- 7,91 auf 181 +/- 3,72 Schläge/min. Die Laktatwerte in Ruhe erbrachten keine signifikanten Veränderungen. Laktatwerte unter Belastungsbedingungen stiegen signifikant an . In den letzten beiden Minuten von T2 sank die Sauerstoffaufnahme signifikant ab, während die CO2-Ausatmung konstant anstieg. Der Atemquotient hatte einen signifikanten Anstieg zu vermelden.
© Copyright 2001 Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001. Veröffentlicht von Sport und Buch Strauß. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Köln Sport und Buch Strauß 2001
Seiten:1146
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel