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Aminosäurenkonzentration vor, während und nach einem Dreifachlangtriathlon

Bei neun Triathleten wurden vor, während und nach einem Dreifachlangtriathlon (11,4-540-126,6) Veränderungen der Aminosäurekonzentration und weiterer Stoffwechselgrößen bestimmt. Die durchschnittliche WK-Zeit betrug 48 h. Die Belastung führte zu einer Hypervolämie (signifikante Hämatokritabnahme von 48 % auf 45 %). Die Serumharnstoffkonzentration erhöhte sich signifikant von 7,9 auf 9,2 mmol/l. Die Gesamtkonzentration der Aminosäuren nahm von 2589,8 µmol/l auf 2186,5 ab. Auch die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAS) verringerten sich von 448,5 µmol/l auf 355,1 signifikant. Hingegen nahmen die aromatischen Aminosäuren (AAS) von 173,1 µmol/l auf 206 zu. Der Quotient BCAS/AAS verminderte sich von 2,61 auf 1,71. Die einzelnen Aminosäuren Pro, Orn, Gly, Ile, Val und Ala nahmen um 25-50 % ab; Tau, Phe und Tyr stiegen um 20-30 %. Unverändert waren Gln, Cyc und Arg. Anhaltender Kohlenhydratmangel führte zu einem drastischen Abbau der glucoplastischen Aminosäuren und bewirkte insgesamt einen hohen Proteinkatabolismus trotz niedriger Fortbewegunsgeschwindigkeit.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln 1999
Jahrgang:50
Seiten:59
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel