Elektrolyt- und Wasserhaushalt während eines Ultratriathlon. Teil II: Konsequenzen für die Wettkampfernährung

Zur Beurteilung von Veränderungen des Na+-K+-Wasser-Haushalts wurde bei 12 Teilnehmern eines Ultratritahlons die Nahrungsaufnahme analysiert und vor sowie unmittelbar nach, 1 h und 3 h nach Beendigung des Wettkampfs Körpergewicht, Blut- und Urinwerte bestimmt. Die Flüssigkeitszufuhr lag signifikant niedriger als der Schweißverlust. Der Flüssigkeitsverlust betrug unter Berücksichtigung von 1 kg Substratverlust 3,3+/-1,5 % des KG. Gleichzeitig sank die Serum-Na+ von 135,8+/-1,5mM auf 133,5+/-2,3mM. Bei 5 Athleten erfolgt mittels Bioimpedanzanalyse eine Bestimmung des Extrazellulärvolumens, das um 1,5+/-0,3l abnahm. Das errechnete Netto-Na+-Defizit wurde hauptächlich durch Schweißverlust verursacht und konnte durch die viel zu geringe Na+-Zufuhr während des Rennens (181+/-43mg/h) bei weitem nicht kompensiert werden. Wesentlich geringer war das errechnete K+-Defizit. Allerdings war die K+-Ausscheidung noch 3 h nach dem Rennen um den Faktor 5-6 erhöht. Die Natriumverluste dürften neben der Dehydration wesentlich für die Verringerung des Extrazellulärvolumens verantwortlich sein. Keines der dokumentierten Getränke hatte einen Na-Gehalt über 48mg/l. Der Na-Zufuhr durch geeignete Wettkampfgetränke (300-700mg/l Na-Gehalt) sollte daher auch im Sinne einer Reduzierung des Hyponatriämierisikos mehr Aufmerkamkeit geschenkt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln 1999
Jahrgang:50
Seiten:57
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch