Das Verhalten der Serumharnstoff-Konzentrationen in Abhängigkeit von hoher Trainingsbelastung und der Nahrungs-Proteinzufuhr
Im Rahmen eines Projekts über "Determinanten zur Beurteilung der Regeneration" nahmen elf Radfahrer und Triahleten an einem vierwöchigen Trainingslager mit dem Ziel der Provokation einer Übertrainingssymptomatik teil. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von vier Wochen vor bis einschließlich acht Wochen nach dem TL. Vordergründig untersuchter Parameter war der Serumharnstoff. Es wurden exakt die Trainingsbelastungen sowie Nahrungs- und Getränkezufuhr protokolliert. Mehr als 50 % von bis zu 2500 Trainingsminuten/Woche wurden während des Trainingslagers mit einer Intensität >75 % der Leistung bei Laktat 4 mmol/l absolviert. Die Proteinzufuhr lag im Mittel bei 2,14+/-0,17g/kgKG/d, bei einer Gesamtkalorienzufuhr von 5181+/-499 kcal/d.
Der Verlauf der Serumharnstoff-Konzentration war sehr individuell. Anhand multipler Regressionen ließen sich differenziert Trainings- und Nahrungseinflüsse dokumentieren. Die Vorgabe eines einfachen "Grenzwerts" der Harnstoffkonzentration zur Trainingssteuerung ist absolut unzureichend und wird dem individuellen Athleten und weiteren Einflussfaktoren nicht gerecht.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Köln
1999
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| Jahrgang: | 50 |
| Seiten: | 54 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |