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Möglichkeiten der Anwendung submaximaler Belastungstests zur Steuerung des Trainingsprozesses

Es wurde der Frage nachgegangen, ob sich submaximale Belastungstests zur Evaluierung aerober Belastungsreaktionen und zur Steuerung des Trainings eignen. Entsprechende Tests wurden mit acht Triathleten randomisiert entweder als submaximale Lauf- oder Radbelastung durchgeführt. Es schloss sich daran eine Gehpause an, auf die die zweite submaximale Belastung in der anderen Disziplin folgte, der wiederum eine Gehpause folgte. Es wurden Herzfrequenz und Blutlaktat registriert. In den folgenden drei Tagen wurde ein Grundlagenausdauertraining durchgeführt. Abschließend wurde der submaximale Belastungstest in gleicher Reihenfolge durchgeführt. Ergebnis: Im Nachtest wurde ein erhöhter Ausgangslaktatwert bestimmt. Auf den submaximalen Belastungsstufen zeigte sich eine Abnahme des Laktats im Radfahren und im Laufen. Weiterhin konnte eine signifikante Erhöhung der Erholungsherzfrequenz in der ersten Nachbelastungsminute beobachtet werden. Die Veränderungen zeigten sich im Radtest deutlicher als nach dem Lauftest. Schlussfolgerung: Der Test sollte in der aktuellen Schwerpunktdisziplin durchgeführt werden. Initiale physiologische Ermüdungszeichen sind das Ansteigen des Ausgangslaktats, die Abnahme des submaximalen Belastungslaktats und die Erhöhung der Herzfrequenz in der ersten Nachbelastungsminute. Hiervon abweichende Einzelbefunde sollten an eine Überforderung des Sportlers denken lassen.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences endurance sports
Published in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Language:German
Published: Köln 1999
Volume:50
Pages:37
Document types:article
Level:advanced intermediate