Part six: Long term athlete development model macrocycle and macrocycle planning of the annual plan
(Teil 6: Langfristiger Makrozyklus zur Entwicklung von Sportlern und Planung von Makrozyklen für den Jahresplan)
In diesem Artikel wird der Terminus "Makrozyklus" für die von Bompas und Nadoris Definition verwendet, d.h. einen Zeitraum, der drei bis sechs Wochen umfaßt, in dem die Belastung schrittweise zunimmt und erst zum Ende des Makrozyklus verringert wird. Traditionell werden folgende Makrozyklen beschrieben:
1. Entwicklungsmakrozyklus
2. Stabilisierungsmakrozyklus
3. Vor-Wettkampf-Makrozyklus
4. Wettkampfmakrozyklus
5. Wiederherstellungsmakrozyklus
6. Übergangsmakrozyklus.
Die einzelnen Makrozyklustypen werden in ihrem Verhältnis von Belastungs- und Entlastungswochen folgendermaßen beschrieben:
zu 1. 3:1, 4:1, 4:2
zu 2. 3:1, 2:1
zu 3. 3:2, 2:1, 1:1
zu 4. 1:1, 2:1
zu 5. entsprechend der individuellen Anforderungen
zu 6. eine Woche passive Erholung, gefolgt von zwei Wochen aktiver Erholung
Neben diesen traditionellen Makrozyklustypen gibt es "nicht-traditionelle" Typen, die u.a. Worobjew (1974) beschrieben hat. Diese "Regressionsmakrozyklen" zeichnen sich durch eine Abnahme der Belastung von Mikrozyklus zu Mikrozyklus aus (100 % - 70 % - 25 %). dadurch sollen Adaptationseffekte erzielt werden, die insbesondere für Sportarten wichtig sind, in denen die Bereitschaft des ZNS, Schnelligkeit und Schnellkraft gefordert sind. Derartige Typen sollten nicht in der allgemeinen Vorbereitung eingesetzt werden. Weitere nicht-traditionelle Varianten werden in Abb. 5 dargestellt.
Es werden weiterhin die Pendelmakrozyklen nach Arosjew (1974) dargestellt, in denen die Belastung zwischen den Mikrozyklen mit 80 % beginnt, dann auf 60 und 40 % sinkt, dann wieder auf 100 % steigt, danach abfällt auf 65 und 35 %, dann wieder ansteigt auf ca. 130 %, um dann wieder auf 70 bzw. 15 % abzusinken. Diese Zyklisierung wird primär in schnelligkeitsorientierten und kraft/schnellkraftorientierten Sportarten eingesetzt, allerdings nicht für Sportler, die sich noch in der Entwicklung befinden.
Taperingmakrozyklen werden in der unmittelbaren Vorbereitung auf Wettkämpfe (vier bis fünf Wochen davor) eingesetzt. In Abb. 7 werden zwei Beispiele vorgestellt.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Strength & Conditioning Coach |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Browns Plains 5(1998)3, S. 3 - 10, 9 Abb., 1 Tab., 20 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |