Alltagssport in der DDR
Der Blick auf die ostdeutsche Sportlandschaft war für Außenstehende vor allem die Wahrnehmung des Leistungssports der DDR. Das war auch der am stärksten politisch instrumentalisierte und deshalb auch deutlich priviligierte Teilbereich. Ferner gab es einen weiteren, in der Außendarstellung unspektakulären Teilbereich, der in der Innenperspektive aber sehr bedeutsam und zugleich mabivalent war. mit den Begriffen "Massensport" in den frühen Jahren der Sportbewegung und "Freizeit- und Erholungssport" war eine sportliche Entwicklung in der DDR verbunden, die deutliche breitensportliche Merkmale trug. Diese Entwicklung ist eng mit dem arbeitsgesellschaftlichen Konzept der DDR verbunden. Sie war einerseits eingeordnet in das auf Intensivierung, Kollektivierung und Mobilisierung der Akteure ausgerichtete sportliche Konzept des staatssozialistischen Systems, bot aber andererseits und ungewollt auch die Möglichkeit, Individualisierung und Nischenkultur im Sport erlebbar zu machen und - in der Spätzeit der DDR - bis zu einer subversiven Sportkultur zu gestalten.
Dieses Buch will das Spannungsfeld zwischen "Herrschaft als politischer Anspruch" und "Herrschaft als soziales Feld" (KLEESMANN 1996) ausleuchten und alltagssportliche Entwicklung in ihrer differenzierten Ausprägung und Funktionalisierung sowie in ihrer soziokulturellen Rahmenbedingungen und Zeitverwendungsmustern vorstellen. - Klappentext -
© Copyright 1998 All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | sport history and sport politics management and organisation of sport endurance sports leisure sport and sport for all |
| Language: | German |
| Published: |
1998
|
| Edition: | Aachen: Meyer & Meyer, 1998. - 313 S. (Sportentwicklung in Deutschland, Bd. 6) |
| Document types: | book |
| Level: | advanced intermediate |