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On the preparation of Danyon Loader, New Zealand, Olympic Champion 200 and 400 m freestyle

(Zur Vorbereitung von Danyon Loader, Neuseeland, Olympiasieger über 200 und 400m Freistil)

Darstellung der Vorbereitung von D.L. sowie der allgemeinen Trainings-Philosophie des Verfassers. Er absolviert hohe Trainingsumfänge, auch bereits mit den Junioren, und legt Wert auf eine gute Technikausbildung, die die Grundlage für das weitere Training sein muß. (Erläuterung technischer Fehler von D.L. sowie seiner Methoden im Techniktraining). Neben dem Technik- bzw. Schwimmtraining wird Krafttraining absolviert - weniger mit großen Gewichten als in Form von Circuittraining (z.B. 45 s Belastung / 15 s Pause, 3 Sets, dann Wechsel). Außerdem werden traditionell Zugkraftgeräte eingesetzt. Das Krafttraining wird in 6-Wochen-Blöcken absolviert: Die ersten beiden Wochen: 45 s Belasrtung, 15 s Pause; Woche 3 und 4: eine Minute Belastung, 15 s Pause, 5T 5 Tage in der Woche, Woche 5: Ebenso, vier Tage in der Woche , Woche 6: 1 min Belastung, 15 s Pause, 30 s Wechsel plus Erhöhen der Widerstände. Nach diesen Sechs-Wochen-Zyklen wird Krafttraining nur noch einmal wöchentlich absolviert, danach folgt eine lockere Schwimm-TE. Verf. trainiert nach den traditionellen Trainingsprinzipien: Erst Schaffen einer aeroben Ausdauergrundlage, dann schrittweises Einbauen der Schnelligkeitskomponente. Verf. berichtet von nur geringer Unterstützung durch die Wissenschaftler: Es erfolgen lediglich ab und zu Wettkampfanalysen mit einigen Aussagen zu Zugfrequenz etc. sowie Unetrwasservideoaufnahmen. Laktatsteuerung findet nicht statt, Blutabnahmen sind nur mit persönlicher, ausdrücklicher Erlaubnis des Hausarztes möglich. Auch bei der Herzfrequenzsteuerung arbeitet der Trainer ohne die Unterstützung de Mediziner und Wissenschaftler. Das Trainingsjahr wird in drei Acht-Wochen-Zyklen eingeteilt. Nach jedem dieser Zyklen wird über einen Test das 100%-Niveau (und daraus abgeleitet die anderen Intensitätsbereiche) für das Training im kommenden Zyklus abgeleitet. Tapering erfolgt nur einmal im Zyklus. Die Trainingsbelastung wird so gewählt, daß der Sportler soweit ausgeruht ist, daß er seine Wettkampfstarts erfolgreich bestreiten kann, auch mehrere hintereinander. Die Nutzung der Herzfrequenz erfolgt nach der Gleichung: Maximum = 220 minus Lebensalter. Eine exaktere Bestimmung kann nicht erfolgen, da zu viele Sportler zu betreuen sind. Sets mit hohen Belastungen werden durch leichtere Belastungen aufgelockert. Langsdistanztraining wird meist mit kurzen Pausen zwischendurch (nach allen 50m) absolvirt. Außerdem wird Atemanforderungstraining realisiert, z.B. 25m-Sets ohne Atmung oder 50-m-Abschnitte mit Atmung alle 5-6 Züge u.ä. bei einigen dieser Sets trainieren die Schwimmer mit Geschwindigkeiten, die über WK-Geschwindigkeit liegen. Angewendet werden weiterhin verschiedene Beinschlag-Übungen, teilweise mit, teilweise ohne Flossen. Geschwommen wird immer so, daß die Herzfrequenz von 120 nie unterschritten wird. In Belastungsphasen mit hohen Umfängen werden HF-Sets zweimal wöchentlich eingesetzt, bei Umfängen von "nur" 6000 dreimal pro Woche, dabei in den beiden letzten Wochen des Zyklus nur zweimal plus Wettkampf am Samstag. Abschließend einige Ausführungen zum Entwicklungsweg von D.L., der sich beispielsweise dadurch auszeichnete, im Höhentraining hohe Belastungen gut absolvieren zu können.
© Copyright 1998 The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Fort Lauderdale: The World Swimming Coaches Association (Hrsg.), 1998. - S. 71-75
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel