A specific weight training program for triathlon

Vorgestellt werden die theoretischen und methodologischen Grundsätze des am INSEP entwickelten Krafttrainingsprogramms der französischen Triathlon-Nationalmannschaft für 1998. Wichtig ist, daß die Übungsformen so gewählt werden, daß es nur mit einem geringfügigen Zuwachs an Körpergewicht (bei traditionellen Kraftausdauertrainingsprogrammen infolge Muskelhypertrophie häufig) verbunden ist, sowie daß Übertrainings- bzw. Ermüdungserscheinungen infolge der hohen Widerstände vermieden werden. Das Widerstandstrainning der Triathleten muß auf die Muskelketten ausgerichtret sein, die im Schwimmen, Radfahren und Laufen hauptsächlich gefordert sind. Auch die beiden Wechselphasen müssen hinsichtlich ihrer speziellen muskulären Anforderungen berücksichtigt werden. Aufgrund dieses Anforderungsprofils wurden vier spezifische Programme (Schwimmen, Rad, Lauf, Wechsel) erarbeitet. Für den Lauf haben biomechanische Analysen beispielsweise gezeigt, daß die beteiligten Muskeln beim Laufen zur gleichen Zeit unterschiedliche Arten der Kontraktion realisieren. So erfolgt der Fußabdruck explosiv während andere Muskeln derselben Kette gleichzeitig plyometrisch oder stato-dynamisch, konzentrisch oder isometrisch arbeiten. Erstes Ziel bei der Programmentwicklung war die Förderung der Explosivität der am Vortrieb beteiligten Muskeln unter Berücksichtigung der Spezifika der anderen beteiligten Muskeln der Muskelkette. Danach war es das zweite Ziel, die Ausdauerkomponente der Explosivität zu erhöhen. Um die negativen Auswirkungen von Kraftausdauertraining (Gewichtszunahme) zu vermeiden, konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die am leichtesten ermüdbare Muskelgruppe der Beinstreck-Kette (beim Laufen), die Hüftstrecker. Für das Radfahren bestand das oberste Ziel in der Erhöhung der Leistung der Beinstrecker mittels konzentrischer Kontraktionen, anschließend wurde die Ausdauer der m. quadriceps trainiert. Beim Schwimmen bestand das Hauptziel in der Verbesserung der Leistung der innerern Rotatoren sowie der Armrückführmuskeln. An zweiter Stelle stand die Kraftausdauerentwicklung des m. latissimus. Die Ausdauerkomponente der Kraft wurde systematisch durch den Einsatz zweier Widerstandslevels stimuliert: große Widerstände bis zum Abbruch (70% des 1RM)/ Kraftausdauer sowie niedrige Widerstände bei hohen Geschwindigkeiten bis zur Erschöpfung (30% 1RM)/ Schnelligkeitsausdauer. In der Vorwettkampfphase wurde ein spezielles Kraftcircuittraining realsiisert, welches die spezifischen muskulären Anforderungen des Wettkampfes, z.B. der Wechsel einbezog. Es wird empfohlen, das spezifische Krafttrainingsprogramm nicht zur Entwicklung der allgemeinen Ausdauer nutzen zu wollen. Ziele sollten die Muskelgruppen sein, die die Ausdauerfähigkeit der Vortriebsketten beim Schwimmen, Radfahren und Laufen limitieren. Das Ausdauertraining sollte anschließend erfolgen. (Siehe auch in: "2nd INSEP International Triathlon Congress - European Symposium "Triathlon Sydney 2000". INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 152-153, L319 / I.L.11. / 25829, ISBN: 2-86580-102-0)
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:endurance sports
Published in:Symposium Européen Triathlon Sydney 2000
Language:English
Published: 1998
Edition:Paris: INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 42
Document types:book
Level:advanced intermediate