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Fachkunde Fahrradtechnik

Eines der ältesten und auch zuverlässigsten Transportmittel des Menschen, das Fahrrad, erlebt ein ungebrochenes Interesse in allen Alters- und Leistungsklassen. Das ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Ingenieure und Techniker das Fahrrad immer wieder neu "erfinden" und ein wirkliches Hightech-Produkt entstanden ist. Dabei sind verschiedene Technologien und technische Komponenten, die aus der Formel 1 des Radsports, dem Hochleistungssport, stammen und dort wesentlich zur Leistungsentwicklung beigetragen haben, inzwischen in die Serienreife überführt worden, erleichtern das Radfahren und steigern den Erlebniswert dieser faszinierenden Sportart. Um das Rad mit allen seinen Finessen beherrschen und nutzen zu können, bedarf es inzwischen aber eines umfassenden technischen Sachverstandes. Konnte das Rad in den siebziger und achtziger Jahren noch selbst repariert und "in Schuss gehalten" werden, ist dies heutzutage nur noch bedingt möglich: Zu groß ist die technische Komplexität, zu verschieden sind die genutzten Werkstoffe und inzwischen halten auch elektronische Komponenten Einzug in den Radsport, sodass auch diesbezüglich Spezialwissen gefragt ist. Die logische Konsequenz bestand und besteht darin, ein Berufsbild zu beschreiben und in der Ausbildung auch entsprechend anzubieten, dass sich mit diesem Zweirad und all seinen fachspezifischen Anforderungen tiefgehend befasst. Ein erster Blick bereits auf die im vorliegenden Lehrbuch für Der "Zweiradmechaniker - Fachrichtung Fahrradtechnik" angebotenen Themen verdeutlicht die zunehmende Komplexität des Fahrradbaus und die fortschreitende Nutzung modernster Materialien, Herstellungsverfahren, mechanischer und elektronischer Bauteile. Auch wenn es wie schon vor vielen Jahren natürlich einerseits weiterhin um den Rahmen, den Antrieb, die Bremsen und die Laufräder geht, so zeigt sich bei Themen wie Federung und Dämpfung sowie elektronische Bauteile Neuland, das erst in den letzten 10 bis 20 Jahren betreten und tatsächlich erschlossen wurde. Ähnliches lässt sich hinsichtlich der Oberflächenbeschaffenheit konstatieren, was wiederum auf die Reinigung und Pflege des Rades Auswirkungen hat. Vom Fahrradmechaniker wird aber auch verlangt, dass er das Rad so einstellt, dass mit ihm optimale Leistungen erbracht werden können. Dazu sind physikalisch-technologische Grundlagen zu beherrschen, die sich auch in entsprechenden Formeln für sowohl das Radfahren (zum Beispiel für die Beschleunigung oder den Krafteinsatz) als auch für das Fahren selbst (zum Beispiel für das Fahren bergan oder für Kurvenfahrten) widerspiegeln. Nur so kann eine optimale Sitzposition ermittelt werden, können Lenkerhöhe und Lenkerbreite optimiert werden oder Rahmen- und Tretkurbellänge bestimmt werden. In einer gesondert präsentierten Formelsammlung Fahrradtechnik werden diese Grundlagen zusammengefasst. Diesem Anspruch, Wissen zur Konstruktion und zu dessen praktischer Umsetzung in sportliche Leistung im Radsport umzusetzen entsprechend, werden alle wichtigen Fachbegriffe der Fahrradtechnik im Anhang sehr kompakt dargestellt und erläutert. Da sich das Buch auch als Lehrbuch versteht, gibt es natürlich auch Kontrollfragen, um das Verständnis und die Anwendbarkeit des neu erworbenen Wissens überprüfen zu können.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:sports facilities and sports equipment
Language:German
Published: Haan-Gruiten Verl. Europa-Lehrmittel Nourney, Vollmer 2009
Edition:Haan-Gruiten: Verl. Europa-Lehrmittel Nourney, Vollmer, 2009. - 424 S.
Series:Europa-Fachbuchreihe für Kraftfahrzeugtechnik
Pages:424
Document types:book
Level:advanced