Zur Präzision der Treffpunkte bei Aufschlag und Return
Dezentrale Treffpunkte treten vermutlich als Folge von Fehlern in der präballistischen Phase der Bewegungsregulation auf. Sie kommen bei Spielern unterer Klasse auch in der konstanten Situation des Aufschlags vor. Bei Weltklassespielern liegen die Trefforte auf dem Schläger eng beieinander. Bei Vorhand- und Rückhandreturns zeigen sich auf unterer Leistungsebene extreme Kippeffekte des Schlägerkopfes. Dies kann durch die variable Situation in Verbindung mit hohen Schnelligkeits- anforderungen erklärt werden. Hierbei treten Winkelgeschwindigkeiten bis zu 3000°/s auf. Die Rückstellung des Schlägers geschieht physiologisch durch den Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus in ca. 30ms. Aufgrund der kurzen Zeitspanne von insgesamt ca. 60ms bleiben Aus- und Einlenken des Schlägerkopfes optisch fast unsichtbar. Dieser Vorgang wird von Tennisspielern unterer Spielklassen kaum bewußt wahrgenommen. Die dezentralen Treffpunkte führen in vielen Fällen zu einer Verlangsamung des Ballfluges. Da der Ball häufig das gegnerische Feld erreicht, werden die Auswirkungen der Kippeffekte im Hinblick auf die Präzision der Schläge und die Belastung des Schlagarms weitaus unterschätzt.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Spielsportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Online-Zugang: | http://www.dtb-tennis.de/ressort/Heinz/HTML/HK04.htm |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | mittel |