Technique effects on upper limb loading in the tennis serve

(Auswirkungen verschiedener Schlagtechniken bei der Aufgabe im Tennis auf die Belastung der oberen Extremitäten)

Auswertung von Videoaufnahmen von 20 männlichen und weiblichen Tennisspielern bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Analysiert wurden die Bewegungen beim Service. Dabei wurden 20 Messpunkte in ihrer Positionsveränderung mit Hilfe der Methode der direkten linearen Transformation verfolgt. Die Ballgeschwindigkeit wurde aufgezeichnet. Das Peak Motus-System wurde für "weiche" Positionsveränderungen eingesetzt, während ein angepasstes inverses-dynamisches Programm für die Berechnung der 3D-Kinetik und 3D-Kinematik im Schulter- und Ellbogengelenk genutzt wurde. Die männlichen Spieler erreichten signifikant höhere Servicegeschwindigkeiten als die Frauen (m=183 km/h, w=149 km/h). Sie hatten auch signifikant höhere normalisierte und absolute Werte des Drehmoments in der Schulter bei der Innenrotation im Augenblick, da der Arm maximal nach außen gedreht war (MER) (m=4.6% und 64.9Nm; w=3.5% und 37.5 Nm). Außerdem wurde ein signifikant höherer Wert bei den Männern für den absoluten Wert des Varusdrehmoments bei MER ermittelt (m=67.6 Nm, w=41.3 Nm). Spieler die das vordere Knie mit 7.6° in der Rückschwungphase des Service beugten erreichten eine ähnliche Geschwindigkeit (162 km/h) und ein erhöhtes normalisiertes internes Rotationsdrehmoment bei MER (5.0%) im Vergleich zu denen, die das Knie um 14.7° beugten. Sie hatten auch ein größeres normalisiertes Vasusdrehmoment bei MER (5.3% vs. 3.9%) und einen höheren Spitzenwert (6.3% vs. 5.2%). Spieler mit einer ausgeprägteren Kniebeugung hatten auch geringere normalisierte und absolute Werte (4.3%, 55.6 Nm) der Maximalwerte des nach innen gerichteten Rotatitionsdrehmoments als die mit geringerer Beugung (5.6%, 63.9 Nm). Spieler mit einem verkürzten Rückschwingen waren auch in der Lage, im Service ähnliche Geschwindigkeiten und ähnliche kinetische Werte zu erzielen. Die Belastung der Männer in der Schulter und im Ellbogen ist höher als bei Frauen, dadurch können sie auch signifikant höhere Servicegeschwindigkeiten erreichen.Dabei sollten alle Spieler aufgefordert werden, eine Kniebeugung in der Rückschwungphase des Service auszuführen. Die Rückschwungtechnik hat nachgewiesener weise nur einen minimalen Einfluss auf die Servicegeschwindigkeit und die Belastung im Schulter- und Ellbogengelenk.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten
Veröffentlicht in:Journal of Science and Medicine in Sport
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2003
Jahrgang:6
Heft:1
Seiten:76-87
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel