Changes in bone mineral content with decreased training in competitive young adult tennis players and controls: a prospective 4-yr follow-up

(Veränderungen im Knochenmineralgehalt bei reduziertem Training von jungen erwachsenen Tennisspielern und Kontrollpersonen: eine prospektive 4-Jahres-Studie)

Zielstellung: Untersuchung der Veränderungen in den Differenzen des Knochenmineralgehalts (BMC) des dominanten und nichtdominanten Armes und Beantwortung von 2 Fragen: 1. Gehen die trainingsbedingten Knochenzuwachse mit reduziertem Training verloren, und 2. stehen die möglichen Knochenveränderungen mit den Veränderungen des Trainings im Zusammenhang. Methoden/Probanden: Probanden waren 13 ehemalige männliche Tennisspieler und 13 Kontrollpersonen. Die Spieler begannen mit dem Tennisspielen im Durchschnittsalter von 11 Jahren. Der Anfangsvergleich der BMC zwischen dominanten und nichtdominanten Arm erfolgte 1992 (mittleres Alter 26 Jahre) und eine Folgeuntersuchung 4 Jahre später. Die Spieler gehörten zu Beginn der Untersuchung der nationalen Spitzenklasse an. Vor der Nachfolgeuntersuchung hatten sich alle Spieler im Durchschitt 2.3+/-0.6 Jahre vom Hochleistungstennis zurückgezogen. Ihre durchschnittl. Trainingshäufigkeit von 5,2 mal/Woche verminderte sich auf 2,6mal/Woche und der mittlere Trainingsumfang von 7,6 auf 3,3 Stunden/Woche. Ergebnisse: Die Messungen 1996 ergaben, daß im Durchschnitt der belastungsbedingte Knochenzuwachs im Spielarm mit der Zeit nicht verloren gegangen ist, ungeachtet der verminderten durchschnittlichen Spielaktivität. Diese Knochenveränderungen hatten keinen Bezug zu den Trainingsveränderungen. Die BMC- Seitendifferenz war im humeralen Schaft (25% 1992 und 26% 1996)und proximalen Humerus (19% und 18%) am größten. Der Unterschied im radialen Schaft betrug 1992 und 1996 14% und im distalen Radius 13%. Bei den Kontrollpersonen waren die Seitendifferenzen gering, weniger als 5% und veränderten sich zeitlich nicht. Schlußfolgerung: - Der Knochenzuwachs bei regelmäßigem Tennistraining geht bei reduzierter Spielaktivität nicht verloren. - Regelmäßige Belastung fördert die Maximierung der maximalen Knochenmasse und trägt somit zur Prävention von Osteoporose und diesbezüglichen Frakturen im späteren Leben bei.
© Copyright 1999 Medicine & Science in Sports & Exercise. Lippincott Williams & Wilkins. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten
Veröffentlicht in:Medicine & Science in Sports & Exercise
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1999
Ausgabe:Indianapolis 31(1999)5, S. 646 - 652, 3 Abb., 4 Tab., 34 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch