Tennis Anatomie. Der vollständig illustrierte Ratgeber für mehr Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit im Tennis

Ein Blick in die "Wikipedia" fördert höchst Interessantes zur Geschichte der Rückschlagsportart Tennis zu Tage, wurde sie doch bereits zwischen 1500 und 1600 in Frankreich auf vielen eigens dafür gebauten Tennisplätzen betrieben. Was damals aber noch ein Freizeitvergnügen Wohlhabender war, ist heute eine Sportart für Jung und Alt geworden, die auch heute nicht ganz preiswert ist, die aber das Image einer Sportart für nur ausgewählte (die wohlhabenden) Bevölkerungsschichten zu sein, weitestgehend abgelegt hat. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich zudem der Tennissport so entwickelt, dass er schon im mittleren Kindesalter gespielt wird, das ihm aber auch Senioren bis ins recht hohe Lebensalter regelmäßig und mit viel Freude nachgehen. Die wichtigsten Gründe dafür sind im Charakter des Spiels zu finden, in dem spielerische und strategisch-taktische Elemente in allen Alters- und Leistungsklassen mit koordinativ-motorisch-technischen und Ausdauerkomponenten verbunden werden. Daraus ergeben sich vielfältige positive Entwicklungsaspekte sowohl für die Entwicklung und Erhaltung der körperlichen (auch physiologischen) Leistungsfähigkeit bei Tennisspielern, aber auch hinsichtlich psychischer Aspekte wie zum Beispiel im Entscheidungsverhalten oder für die Ausprägung der Persönlichkeit von Spielern aller Altersstufen. Um diese Möglichkeiten für sich gezielt und effektiv nutzen zu können, sollten Tennisspieler und ihre Übungsleiter und Trainer zumindest über Grundkenntnisse verfügen, was in ihrem Körper passiert, wenn sie auf den Tennisplatz gehen. Welche Muskelgruppen der oberen und unteren Extremitäten werden bei den unterschiedlichen Grundschlägen eingesetzt, wie gestaltet sich das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Gelenken, Bändern und Sehnen zum Beispiel bei einem schnellen Sprint an der Grundlinie und einem sich anschließenden Longline-Schlag? Welche Muskeln sind am Bewegungsablauf des Aufschlags beteiligt? Welche Konsequenzen für das Training hat die Tatsache, dass in der Sportart 60-80 Prozent aller Bewegungen zur Seite gehen? Wer sich mit solchen Fragen auseinandersetzt, kommt natürlich sehr schnell zu den Fragen der Gestaltung eines Trainings, das auf die individuellen Stärken und Schwächen abgestellt ist, das aber gleichzeitig die notwendigen sportartspezifischen sporttechnischen, koordinativen und konditionellen Grundlagen schafft. Hier setzt das Buch von Paul Roetert und Mark Kovacs an, in dem es nicht nur geeignete Trainingsübungen und die beteiligten Muskeln vorstellt, sondern auch unmittelbar die Brücke zu den Techniken der Sportart schlägt, an denen die trainierten Muskeln beteiligt sind und bei denen die ausgeführten Bewegungen wiederzufinden sind. Damit wird ein sehr bewusstes, spezifisches Training möglich, das von sportlichen Zielen ausgeht und dieses in anatomisch begründete Trainingsübungen umsetzt. Die 72 Übungen wurden differenziert nach den Körperregionen - Schultern - Arme und Handgelenke - Brust - Rücken - Rumpfmuskeln - Beine und - Rotationsmuskulatur zusammengestellt und durch zwei Kapitel zum Bewegungstraining und zum Training zur Verletzungsprävention ergänzt. Mit diesen Übungen kann ein Training verschiedener Grundtechniken unterstützt werden (Vorhand-, Rückhand-, Volley-, Überkopf-Aufschläge). Aus den verschiedenen Übungen lassen sich auch schnell Trainingsprogramme zu einzelnen methodischen Schwerpunkten zusammenstellen, wenn man dazu die einführenden Kapitel zur Bewegungsausführung der Schlagtechniken nutzt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Copress 2012
Ausgabe:München: Copress, 2012.- 205 S.
Seiten:205
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel