Einfluss des Untergrundes auf die Biomechanik im Angriffssprung bei Volleyballerinnen mit und ohne Knieschmerzen

Einleitung Obwohl Beachvolleyball auf verschiedenen Sandböden gespielt wird, gibt es bisher noch keine Untersuchung zum Einfluss des Sandes auf die Biomechanik. Deshalb soll in dieser Studie der Einfluss von verschiedenen Untergründen auf die Biomechanik im Angriffssprung bei Volleyballerinnen mit und ohne Knieschmerzen untersucht werden. Methode Es wurde eine Pilotmessungen mit 16 Nachwuchskaderathletinnen im Volleyball (9 Kontrollgruppe (KG)/ 7 Knieschmerzen (KS)) durchgeführt. Dabei wurden 3 verschiedene Angriffsformen (gehaltener Ball / geworfener Ball / geworfener Ball & Reaktion) mit Bewegungssensoren und Druckmessohlen in der Halle und auf zwei unterschiedlichen Sandböden durchgeführt. Die Daten wurden mittels MR3.12 Software (Noraxon USA, Scottsdale) aufgezeichnet. Die weitere Verarbeitung fand in Matlab statt. Ergebnisse Die Gruppe mit KS sprang in allen drei Angriffsformen und Untergründen höher und zeigte in der Landung in allen Bedingungen eine höhere exzentrische Kniewinkelgeschwindigkeit. Es zeigte sich in den meisten Bedingungen, dass der Kraftanstieg, die maximale Dorsalflexion und der Impuls in der Absprungphase bei Athleten mit KS erhöht waren mit mittlerer bis starker Effektstärke. Im Vergleich zur Halle war die Sprunghöhe, der Kraftanstieg beider Beine und der maximale Dorsalflexionswinkels des Stemmbeins auf beiden Sandböden kleiner. Ebenfalls war die maximale exzentrische Geschwindigkeit des Kniegelenks in der Landephase reduziert, sodass die Sandböden einen dämpfenden Effekt auf diese Auffälligkeit hatten. Nur der Impuls vom Stemmbein wurde durch den harten ( = ~0.6), aber nicht durch = -0,22 - ~0) im Vergleich zur Halle erhöht. Diskussion Bei den Nachwuchskaderathletinnen, die sich auf den Sand spezialisieren und dann vorrangig auf dem harten Sandboden trainieren, könnte der erhöhte Impuls für die Schmerzen auf dem Stemmbein ausschlaggebend sein. Da sich die entwickelten Kräfte zwischen den beiden Sandböden stärker unterschieden als zwischen Halle und Sandböden, konnten wir zum ersten Mal zeigen, dass biomechanische Variablen stark von der Beschaffenheit der Sandboden abhängig sein können, obwohl sie beide den bisherigen DVV1-Standards entsprechen. Diese Erkenntnisse können für eine adäquate Trainingssteuerung genutzt werden als auch für die Optimierung von Vorgaben für die Sandzusammensetzungen, um Überlastungen vorzubeugen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Naturwissenschaften und Technik
Tagging:Sand
Veröffentlicht in:13. DVS-Sportspiel-Symposium - "Ludo, ergo sum - Vom Kinderspiel bis zum Leistungssport"
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Augsburg Universität Augsburg 2024
Online-Zugang:https://assets.uni-augsburg.de/media/filer_public/73/02/7302604c-76c2-4f50-9711-05b92298faa5/abstractband_zum_13_dvs-sportspielsymposium_2024_in_augsburg.pdf
Seiten:82
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch