Systemisches Prozess-Coaching: Skizze eines bei der Damen-Hockeynationalmannschaft angewandten Coachingansatzes (2015-16) und dessen theoretischer Fundierung (2016-17)
Es handelt sich bei diesem Projekt um die zweigestufte Mischform eines naiv-praktischen Ansatzes (2015-16) und dessen wissenschaftlichen Reflexionsprozesses (Herbst 2016). Der praktische Teil wurde ausschließlich seitens des DHB initiiert und honoriert, als erfolgreich identifiziert und seine theoretische Reflexion mit Förderung des BISp für 2016-17 in Auftrag gegeben.
Im Frühjahr 2015 sah das Steuerungsteam Leistungssport des DHB (das Projektteam besteht aus vier hauptamtlichen Bundestrainern sowie den beiden Direktoren Leistungssport und Bildung/Wissenschaft (Vorstandsmitglieder)) die Qualifikation der Danas für die Olympischen Spiele 2016 gefährdet. Es beauftragte den Verfasser, Trainerstab und Mannschaft dahingehend zu unterstützen, sich im Juni zu qualifizieren. Nach erfolgreicher Qualifikation wünschte der Trainerstab, diesen - aus seiner Sicht bisher unbekannten - Coachingansatz über den Winter hinweg für umfassende Veränderungsprozesse bei der Danas zu vertiefen. Seine grob formulierte Zielsetzung: sich vom damaligen Weltranglistenplatz 10 wieder stabil in der Weltspitze (Platz 1-4) zu etablieren und bei den Olympischen Spielen erfolgreich aufzutreten. Die Danas gewann in Rio die Bronzemedaille.
Da diese wissenschaftliche (Projekt-)Arbeit andauert, hat sich der Verfasser entschieden, eine Skizze seines praktizierten Prozess-Coachings mit der Hockey-Damennationalmannschaft (Danas) zum Gegenstand dieses kurzen Berichtes zu machen. Der Verfasser griff auf vorausgegangene Erfahrungen mit anderen Nationalmannschaften (u. a. Volleyball-Herren) und seinen ersten Einsatz mit der Danas (Frühjahr 2015) zurück und etablierte:
- die Funktion eines systemischen Prozess-Coaches, der sich außerhalb der Teilsysteme Trainerstab, Funktions-Staff und Mannschaft positionierte, um aus selbstbestimmten Beobachtungsdistanzen relevante Prozesse unter eine Beobachtung 2. Ordnung zu stellen (von
Foerster/Floyd 2008). Dazu nahm er an allen Besprechungen innerhalb und zwischen den Teilsystemen teil, sowie an jedem Training/Wettkampf und spielte aus seinem systemischen Prozessverständnis bestehende Muster irritierende und störende Sichtweisen und Feedbacks ein. (vom Autor übern. gek.)
© Copyright 2018 BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2016/17. Veröffentlicht von Sportverlag Strauß. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Sozial- und Geisteswissenschaften Spielsportarten |
| Veröffentlicht in: | BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2016/17 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Hellenthal
Sportverlag Strauß
2018
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| Online-Zugang: | http://my.page2flip.de/2895682/14185088/14185117/html5.html#/351 |
| Seiten: | 349-351 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |