Einfluss von Sprunggelenksorthesen auf die Prävalenz von Supinationstraumen im Volleyball in der Schweizer Nationalliga A
Hintergrund: Supinationstraumen prägen das Bild im Volleyballsport. Denn das Verletzungsrisiko ist im Spiel 2,1-mal höher als im Training. Aufgrund dieser Tatsache wird in den Schweizer Volleyballligen immer mehr der präventive Einsatz von Sprunggelenksorthesen beobachtet. Studien zeigen, dass ein präventiver Effekt von Sprunggelenksorthesen auf die Prävalenz von Supinationstraumen vorhanden ist. Da in der Schweiz eine entsprechende Erhebung zum präventiven Einsatz von Sprunggelenksorthesen und dessen Auswirkung auf die Prävalenz fehlt, möchte diese Arbeit Daten sammeln um 1. zu evaluieren wer, wann und weshalb Sprunggelenksorthesen getragen hat und 2. von Sprunggelenksorthesenträgern und Nichtsprunggelenksorthesenträgern die Verletzungsrate zu erheben.
Probanden und Methodik: Es wurde ein modifizierter Fragebogen zur Erhebung von Verletzungsraten und Verletzungsumständen von Supinationstraumen an insgesamt 18 Schweizer Nationalliga A Männer- und Frauenmannschaften verschickt. Die Daten wurden mittels Microsoft Excel 2010 und SPSS Version 20 statistisch ausgewertet.
Ergebnisse: Insgesamt betrug die Rücklaufquote 61%, wovon 181 Datensätze ausgewertet werden konnten. 33% (59 von 181) der Spieler verwenden eine Sprunggelenksorthese. Es konnte ein signifikanter Unterschied der Prävalenz von Supinationstraumen zwischen Sprunggelenksorthesenträgern (12 Verletzte) und Nichtsprunggelenksorthesenträgern (acht Verletzte) festgestellt werden (p=0,006). Das Tragen einer Sprunggelenksorthese im Training und im Spiel konnte keine Unterschiede aufzeigen, hinsichtlich Prävention vor Verletzungen (p=0,356). Es verletzten sich mehr Athleten im Training (n=13) als im Spiel (n=7).
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der vorliegenden Datenerhebung deuten an, dass die Sprunggelenksorthesen im Volleyball hinsichtlich Prävention bevorzugt getragen werden. Mehr als ein Drittel der befragten Spieler tragen eine Sprunggelenksorthese. Davon 60% zur primären und 40% aufgrund einer früheren Verletzung zur sekundären Prävention. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass sich signifikant mehr Sprunggelenksorthesenträger als Nichtsprunggelenksorthesenträger verletzt haben. Dies steht im Gegensatz zur Literatur. Weiter zeigte sich, dass sich mehr Verletzungen im Training als während des Wettkampfes ereigneten. Dieses Ergebnis kommt dadurch zustande, dass vermehrt Sprunggelenksorthesenträger im Training keine Sprunggelenksorthese trugen. Daraus wird gefolgert, dass auf das konsequente Tragen einer Sprunggelenksorthese geachtet werden muss, insbesondere während des Trainings. Autorreferat
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten |
| Veröffentlicht in: | Sportverletzung Sportschaden |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2016
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| Online-Zugang: | https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0041-106936 |
| Jahrgang: | 30 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 101-105 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |