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One for All and All for One: Relating team cohesion to the precompetitive emotional response

Thesis explains how team cohesion relates to athletes' emotional response to a pending competition. To this end, author conducted two correlational field-studies in which female and male competitive interactive sport athletes completed self-report measures prior to an in- season game. The analyses of these studies demonstrated (a) the relative importance of cohesion (i.e., social Individual Attractions to the Group) to athletes' precompetitive anxiety response when compared to other selected predictors; (b) the initial validity of a novel measure of precompetitive appraisal as the determinant of athletes' precompetitive emotional response; (c) that higher cohesion (i.e., task cohesion and Individual Attractions to the Group) predicted a precompetitive appraisal of higher personal importance of a pending team competition and more positive prospects for coping with competitive demands, respectively; (d) that higher team-identification and greater perceived outcome interdependence mediated the links from cohesion (i.e., task-related Group Integration) to competition importance. The relationships between cohesion and appraisal were the same for all teams, but teams differed in their average competition importance. In sum, my findings indicate that cohesion-building could enhance performance because more positive prospects for coping would entail a more pleasant tone and more facilitative interpretations of precompetitive emotion symptoms and higher competition importance would entail greater motivational force, both of which generally benefit performance. However, coaches and consultants in technically and/or tactically demanding sports should be cautious with regard to cohesion-building because higher competition importance also entails increased emotional intensity, which could harm performance on such tasks. Zusammenfassung: Ziel der Dissertation war zu erklären, inwiefern der Zusammenhalt einer Mannschaft mit dem emotionalen Vorstartzustand ihrer Mitglieder in Beziehung steht. Zu diesem Zweck wurden zwei korrelative Feldstudien durchgeführt in welchen Leistungssportlerinnen und -sportler interaktiver Mannschaften vor einem Saisonspiel Selbstberichts-Fragebögen ausgefüllt haben. Die Auswertung dieser Studien zeigte (a) die relative Wichtigkeit von Mannschaftszusammenhalt (d.h., soziale Gruppenattraktivität) bezüglich der Vorstartangst-Rektion der Sportlerinnen und Sportler im Vergleich zu anderen ausgewählten Prädiktoren; (b) die vorläufige Validität eines neuen Kurzfragebogens zur Erfassung der kognitiven Bewertung der Vorstartsituation als der Determinanten des emotionalen Vorstartzustands; (c) dass ein höherer Mannschaftszusammenhalt (d.h., aufgabenbezogener Zusammenhalt und Gruppenattraktivität) die kognitive Bewertung in Form höherer persönlicher Wichtigkeit bzw. positiverer Bewältigungserwartungen hinsichtlich des bevorstehenden Mannschaftswettkampfs vorhersagte; und (d) dass eine stärkere Mannschaftsidentifikation und größere wahrgenommene ergebnisbezogene Interdependenz die Beziehung zwischen Zusammenhalt (d.h., aufgabenbezogener Gruppenintegration) und Wettkampf- Wichtigkeit vermittelte. Die Zusammenhänge zwischen Zusammenhalt und kognitiver Bewertung galten für alle Mannschaften. Allerdings unterschieden sich die Mannschaften bezüglich ihrer durchschnittlichen Wettkampf-Wichtigkeit. In der Summe deuten meine Ergebnisse darauf hin, dass ein höherer Mannschaftszusammenhalt die Leistung steigern könnte. Zum Einen, positivere Bewältigungserwartungen zu einer angenehmeren affektive Tönung und leistungsfördernden Interpretationen des emotionalen Vorstartzustands. Zum Anderen, eine höhere Wettkampf- Wichtigkeit die Motivation. Generell sind alle drei dieser Merkmale leistungszuträglich. Trainerinnen und Sportpsychologen in technisch bzw. taktisch anspruchsvollen Sportarten sollten allerdings im Bezug auf die Erhöhung des Zusammenhalts vorsichtig sein. Eine höhere Wettkampf-Wichtigkeit steigert nämlich auch die Intensität des emotionalen Vorstartzustand, welche der Leistung in solchen Sportarten schaden könnte.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln Deutsche Sporthochschule Köln, Psychologisches Institut 2014
Online-Zugang:http://esport.dshs-koeln.de/446/
Seiten:112
Dokumentenarten:Dissertation
Level:hoch