Basketball Anatomie. Der vollständig illustrierte Trainings-Ratgeber zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Vermeidung von Verletzungen

Wer vielleicht etwas oberflächlich auf den Titel des Buchs schaut, erwartet möglicherweise ein Trainingsbuch mit Übungen und Spielformen, mit denen im Gruppen- oder Individualtraining zur Verbesserung der konditionellen, koordinativen oder taktischen Leistungsfähigkeit von Basketballspielern beigetragen wird. Aber schon der zweite Blick offenbart dann, dass sich das Buch zwar schon mit konditionellen und koordinativen Leistungsfaktoren befasst. Allerdings ist der Blickwinkel, aus dem dieses geschieht ein spezifischer. Als Ausgangspunkt der Betrachtungen zum Basketballtraining haben Brian Cole und Rob Paraniello die Anatomie des menschlichen Körpers gewählt. Es geht ihnen darum, im Training gezielt anatomische, muskuläre Strukturen des menschlichen Körpers anzusprechen, die einerseits für die sportartspezifische Leistung von großer Bedeutung sind, die andererseits aber auch wesentlich dazu beitragen, die Belastbarkeit der Spielerinnen und Spieler zu erhalten und über deren Training gezielt etwas für die Verletzungsprävention getan werden kann. In den einleitenden Kapiteln befassen sich die beiden Autoren deshalb damit zu erläutern, welche konditionellen Leistungsvoraussetzungen die Leistungsstruktur im Basketball prägen: Kraft, Schnellkraft, Explosivkraft, Reaktivkraft und Schnelligkeit. Diese Faktoren gilt es im allgemeinen und spezifischen Athletiktraining auszuprägen, um im Basketball erfolgreich zu sein. Und sie müssen natürlich in den Körperregionen speziell trainiert werden, die für den Basketballspieler im Wettkampf von besonderer Bedeutung sind. Da sind natürlich zu allererst die Beine zu nennen, mit denen sich der Basketballspieler über das Spielfeld bewegt. Das moderne Basketballspiel erfordert aber auch eine sehr gut ausgeprägte, leistungsstarke Muskulatur im Lendenbereich wie auch im Oberkörper, zum Beispiel, um sich unter dem Korb durchsetzen zu können. Und der Bewegungsablauf sollte natürlich schnellkräftig, explosiv sein, die Spieler müssen sehr gut springen können und müssen schnell auf Spielsituationen reagieren können - die sie selbst herbeigeführt haben oder die von Mit- und Gegenspielern initiiert werden. Ein weiteres wichtiges Thema ist das muskuläre Training innerhalb der Rehabilitation nach Verletzungen und die Rückkehr in das sportliche Training und in den Wettspielbetrieb. Hier muss ein schrittweiser Belastungsaufbau erfolgen, um die sportliche Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen. Für alle diese Themen bietet das Buch ein reichhaltiges Reservoir an Übungen, die inhaltlich gegliedert sind in Übungen für die Körperregionen Beine, unterer Rücken und Core sowie Oberkörper. Ergänzend gibt es spezielle Übungen für das Explosivkrafttraining und Vorschläge für plyometrische Übungen, für Sportler, die in der Rehabilitation sind und für verletzungsvorbeugende Themen. Den Abschluss bildet ein Kapitel, in dem es um die effektive Planung von Trainingseinheiten geht, mit Hinweisen beispielweise zur Übungsauswahl, zur Reihenfolge von Übungen, der Wiederholungszahl pro Satz und der Gesamtwiederholungszahl sowie zur Zahl der wöchentlichen Trainingstage und deren inhaltlicher Gestaltung bzw. Abfolge. Eine Übungsübersicht erleichtert dem Trainer die "Navigation" im Buch und kann damit Zeit sparen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Copress-Verlag in der Stiebener Verlag GmbH 2016
Seiten:199
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel