Body composition and cardiorespiratoric characteristics of world class waterpolo and kayak athletes
(Körperzusammensetzung und kardiorespiratorische Kennzeichen von Weltklasse-Wasserballspielern und -Kanuten)
Kanurennsport und Wasserball sind wegen ihrer jeweiligen Trainingsbelastung und der Struktur der Trainingsübungen grundsätzlich aerobe Sportarten. Daraus folgt, dass die Werte der Körperzusammensetzung und spiroergometrische Daten in diesen beiden Sportarten in ihren maximalen Werten keine signifikanten Unterschiede aufweisen sollten. In der Literatur liegen bisher dazu keine Daten für Leistungssportler vor. Mit der Untersuchung wurde die physiologische Leistungsfähigkeit des kardiopulmonalen Systems von Kanurennsportlern und Wasserballern jeweils aus den ungarischen Nationalmannschaften getestet. Außerdem wurden die anthropometrischen und spiroergometrischen Daten verglichen. Es wurde von der Annahme ausgegangen, dass die sportartspezifischen Anforderungen im Wettkampf und Training unterschiedliche Einflüsse auf die Parameter haben. Untersucht wurden neun Wasserballer (G2), die dem Team angehörten, das den Weltcup gewann (wobei der Torhüter nicht einbezogen wurde), und neun Kanuten (G1), die alle bei WM oder OS Medaillen erkämpfen konnten. Die ermittelten Werte inklusive Standardabweichungen waren wie folgt:
G2 G1
Alter 23.1 +/- 2.7 Jahre 26 +/- 2.7
Körpergewicht 83.9 +/- 7 kg 87.4 +/- 6.3
Körpergröße 184.5 +/- 3.6 cm 185 +/- 9.1
Der funktionelle Status des kardiopulmonalen Systems der Probanden wurde durch folgende Parameter definiert: Herzschlagfrequenz (HR), Atemfrequenz (BF), Minutenventilationsvolumen (MV), Sauerstoffpuls (O2P) und O2-Aufnahme (VO2).
Der Vergleich der anthropometrischen Daten ergab hinsichtlich der Prozentanteile der Knochen und des Fetts in Relation zur Körpermasse signifikante Unterschiede. Die signifikanten Unterschiede des relativen Körperfettanteils zwischen den beiden Gruppen ist natürlich, weil die Vertreter des zyklischen Schwimmens, die Wasserballer, über einen hohen Wert (12,1 +/- 1,6 bzw. 14,1 +/- 2,9 (Angaben aus der Literatur) des relativen Fettanteils verfügen. In Sportarten, in denen die Sportler ihren Körper und ihre Ausrüstung unter normalen Umweltbedingungen bewegen, ist der relative Körperfettanteil immer niedriger (8,9 +/- 2,67 bzw. 10,6 +/- 3,8 %, Angaben aus der Literatur).
Die gemessenen maximalen Werte der spiroergometrischen Parameter waren in beiden Gruppen im Mittel ähnlich. BF und O2P waren nahezu identisch. Bei MV und HR waren die Mittelwerte von G1 mit 33,4 l bzw. 19,3 l/min im Vergleich mit G2 höher. Der Durchschnittswert von VO2 von G1 war mit 0,71 l/min niedriger als der Wert von G2. Diese Differenzen waren allerdings nicht signifikant, da eine hohe Variationsbreite der individuellen Messwerte festgestellt wurde. Bei zeitlich längeren Tests von 9 bis 11,5 Minuten kam es aber zu unterschiedlichen physiologischen Leistungen. Hinsichtlich VO2 wurden zwischen 9,5 und 11 Minuten signifikante Differenzen zwischen G1 und G2 festgestellt, wie auch für O2P, MV und BF. Die zeitliche Entwicklung der signfikanten Differenzen ist in erster Linie die Konsequenz davon, dass die G1-Probanden sich in einem steady state befanden, während G2 sich am vitae maxima bewegten. Die signifikanten Unterschiede bei MV, O2P, VO2 und BF im ausgewählten zeitlichen Intervall können durch die Versuchsdurchführung verursacht worden sein.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten Spielsportarten |
| Veröffentlicht in: | Coaching & Sport Science Journal |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Rom
1998
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| Jahrgang: | 3 |
| Heft: | 3 |
| Seiten: | 9-13 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |