Design of a ski flying hill with the profile HS300m. A kinematic analysis of the flying curve of ski jumpers

(Entwurf einer Flugschanze mit dem Profil HS300m. Eine kinematische Analyse der Flugkurve der Skispringer)

Erstmalig wird in dem vorliegenden Buch der Versuch unternommen, mithilfe der kinematischen Analyse der Flugkurve eines Skispringers das Design einer Flugschanze mit einem HS300m Profil herauszuarbeiten. Das Buch resultiert aus einem Forschungsprojekt der Sportfakultät der Universität Ljubljana. Skifliegen hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr populären Sportart entwickelt. Heute erreichen Skiflieger Weiten von über 240 m. 2011 vollendete Johan Remen Evenson von der Sprungschanze in Vikersund mit 245,5 m den bis dato weitesten Sprung. Davor wurde der offizielle Weltrekord vom Norweger Bjoern Einer Rommeren gehalten, der auf der Flugschanze von Planica eine Weite von 239 m erzielte. Im einleitenden Kapitel des Buches wird die Geschichte der Entwicklung der Weltrekorde erzählt. In den letzten acht Jahren waren auf der Sprungschanze von Planica keine neuen Rekordweiten möglich. Trotzdem sprangen die besten Skiflieger, ihnen voran Simon Amman mit 233 und 236,5 m einige extrem weite Sprünge mit niedriger Flugbahn. 2010 wurde Amman Weltmeister in Planica im Skifliegen. Eine aus diesen beiden Sprüngen abgeleitete Simulation zeigte, das Amman mit dieser Technik auf einer HS300m Schanze Weiten zwischen 270 und 303 m hätte erreichen können. Damit hätte er den aktuellen Weltrekord erheblich übertroffen. Die Entwicklung im Skifliegen geht in Richtung Sprungweiten um 300 m. In diesem Buch werden einige Vorschläge zur Flugkurve und zum Profil der Sprungschanze gemacht, die es den Springern ermöglichen würden, Weiten von über 300 m zu erzielen. Diese Empfehlungen basieren auf biomechanischen Untersuchungen von Flugkurven und der Auswertung von Techniken, die in den letzten 5 Jahren auf der Sprungschanze von Planica Verwendung fanden. Die gegenwärtige Flugtechnik reicht aus, um ohne signifikant schnellere Anfahrtsgeschwindigkeiten sichere Weiten von über 300 m zu erzielen. Dabei sollte beim Bau einer HS300m Schanze die Sicherheit der Springer an allererster Stelle stehen. Die Schanze müßte sowohl für die kürzesten als auch die weiteten Sprünge optimale Bedingungen bieten. Die neue 300-m-Schanze sollte optimale klimatische Rahmenbedingungen bieten und vor ungünstigen Windbedingungen geschützt sein. Der Windfaktor ist bei 300-m-Sprüngen von entscheidender Bedeutung für schöne und sichere Flüge. Der gegenwärtige Aufsprunghügel der 215-m-Schanze in Planica könnte eine gute Grundlage für eine zukünftige größere 300-m-Schanze darstellen. Sprünge über 300 m wären damit keine utopische Phantasie mehr. Es liegt jetzt in der Hand des internationalen Skiverbandes FIS, die entsprechenden Weichen zu stellen. Das Buch wurde einerseits für Skisprungexperten aber auch für dieser Sportart verbundene Personen, die sich für die Entwicklung des Skifliegens in der näheren Zukunft interessieren, geschrieben.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten Naturwissenschaften und Technik Sportstätten und Sportgeräte
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Hamburg Verlag Dr. Kovac 2013
Schriftenreihe:Schriften zur Sportwissenschaft, 114
Seiten:88
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch