Biomechanische Leistungsdiagnostik im Skisprung an der Schattenbergschanze in Oberstdorf
Bei Anfahrtsgeschwindigkeiten im Skisprung von bis zu 100 km/h, ist eine objektive Bewertung durch das geschulte Trainerauge schwierig. Schon Hochmuth (1954) forderte eine differenzierte Auswertung des Absprunges um Fehler erkennen und beheben zu können. Seit dieser Zeit sind im Bereich Skisprung vielfältige und aufwendige wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt worden (vgl. Schwame-der, 2001). Für eine umfassende objektive Technikdiagnostik wurde in Oberstdorf ein kinemetrisches und dynamometrisches Messsystem installiert.
Methode
Vierzehn dreidimensionale Kraftmessplatten (Fa. AMTI) wurden in den Schanzentisch integriert und mit einer Videoanalyse (Fa. Basler; 100 Hz) kombiniert. Dieses Setup erlaubt eine Kraft- und Bewegungsanalyse des Absprungverhaltens der letzten 10,5 Meter (getrennt für das linke und rechte Bein). Ergebnisse
Die Messstrecke ermöglicht nun objektive Analysen zur Absprungqualität. Man ist in der Lage, die Lösungsstrategien einzelner Athleten zu erkennen und je nach konditi-onell-funktioneller Voraussetzung individuelle Technikkorrekturen zu geben. Ziel ist es Gruppen zu spezifizieren und deren Bewegungslösungen zu optimieren. In Abbildung 1 sind beispielhaft die Kraftkurven (Fz_gesamt) zweier Athleten dargestellt.
© Copyright 2007 SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Veröffentlicht von Czwalina. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Naturwissenschaften und Technik technische Sportarten |
| Veröffentlicht in: | SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Hamburg
Czwalina
2007
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| Schriftenreihe: | Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 168 |
| Seiten: | 149-150 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |