Classification of ski jump take-off techniques by joint power

(Klassifikation der Absprungtechnik im Skisprung mittels der Gelenkkraft)

Im Skisprung ist der Absprung der wichtigste Faktor für die Hubkraft. Deshalb sollte die Absprungtechnik hinsichtlich der Bewegungen der Gelenke und Körpersegmente optimiert werden, weil die Reaktionskraft das Ergebnis der integrierten kinetischen Parameter eines jeden Gelenks oder Segments ist. Während der Weltcupspringen 1995/96 in Okura wurden sechs Skispringer auf der Grundlage von Videoaufnahmen analysiert. Die Kamerageschwindigkeit betrug 240 Bilder/Sekunde. Betrachtet wurde die Momentkraft und die Gelenkkraft. dazu wurde ein 7-Segmente-Modell mit sieben Freiheitsgraden eingesetzt. Die Segmente waren Fuß, Unterschenkel, Oberschenkel, Oberkörper, Kopf, Oberarm und Unterarm. Berechnet wurden das Drehmoment, Energie und Leistung, die an jedem Gelenk generiert wurden. Die Daten wurden im PC zusammengeführt. Mit einer inversen kinematischen Lösung wurden die Videodaten analysiert. Die meiste Schnellkraft, vom Beginn der Aktion bis zum Absprung, wird durch zwei Gelenke erzeugt, das Hüft- und das Kniegelenk. Das Kniegelenk war der Hauptenergie- und Leistungsproduzent bei allen Probanden. Die Leistungserzeugung erfolgte bei fast allen Springern in regulärer Reihenfolge. Die Sprungleistung wird in drei Techniken unterteilt, je nach der Produktion der Gelenkleistung. Die erste Technik zeigte eine Tendenz dazu, daß das Hüftgelenk und nach einer gewissen Verzögerung das Kniegelenk die Leistung erzeugten. Die Werte sind bis zur maximalen Leistungsabgabe positiv. Diese Technik wird als "Phasenverschiebung in der Leistungsgenerierung" bezeichnet. Die zweite Technik zeigte die gleiche Tendenz, die Verzögerung zwischen der maximalen Kniegelenks- und Hüftgelenksleistung war allerdings größer. Diese Technik umfaßte eine bemerkenswerte Vorwärtsrotation des Beins. Diese Technik trägt die Bezeichnung "Phasenverschiebung und Beinrotation". Die dritte Technik wies die Tendenz aus, daß sowohl Hüft- als auch Kniegelenkleistung zu nahezu dem gleichen Zeitpunkt anstiegen, und die Werte waren bis zum Maximum positiv. Diese Technik heißt "nahe beieinander liegende Leistungsgeneration".
© Copyright 1997 XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Tokyo: ISB (Hrsg.), 1997. - S. 258: 1 Abb.
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel