Heart rate variability as an instrument to evaluate the training stress
Der Zustand des Übertrainings kann als Ungleichgewicht zwischen den sympathischen (S) und den parasympathischen (PS) Teilen des autonomen Nervensystems (ANS) betrachtet werden. Der Index der Herzschlagfrequenzvariabilität (HRV) reflektiert das Gleichgewicht zwischen den S- und PS-Teilen des ANS, d.h. ein Indexabfall verdeutlich die Dominanz von S des ANS. Ein Abfall der Plasmaglutaminkonzentration und niedrigere Werte der aeroben und der anaeroben Schwelle (AET, ANT) und der maximalen Arbeitskapazität (MWC) können ebenfalls als Hinweis dafür gewertet werden, daß ein Übertrainingszustand vorliegt. Wir haben untersucht, in wieweit HRV-Indizes Übertrainingszustände diagnostizieren können. Dazu wurden Untersuchungen mit Spitzensportlern aus dem Skilanglauf während Phasen intensiver Trainingslager durchgeführt.
Als Probanden dienten sieben Skiläuferinnen der finnischen NM, vier Biatleten und drei Biathletinnen der finnischen NM sowie fünf Nordisch Kombinierte ebenfalls aus der finnischen NM. Die HRV-Indizes wurden bei allen während zwei Trainingslagern gemessen. Die Werte wurden dann in Übertrainingszustand (OT, n=11) und Nicht-Übertrainingszustand (NOT, n=24) unterteilt. Die Einteilung erfolgte auf der Grundlage der Entwicklungstendenz (negativ oder positiv) der Unterschiede zwischen den Werten vor und nach dem Trainingslager. Folgende Werte wurden einbezogen:
a) HRV-Indizes,
b) Plasmaglutaminkonzentration,
c) AET, ANT, MWC.
Es wurde von einem Übertrainingszustand ausgegangen, wenn 50 % oder mehr der drei Gruppen Veränderungen in negative Richtung aufwiesen, d.h. einen Abfall.
Es wurden die folgenden HRV-Indizes berechnet: SDANN, SDSD, SDANN1, SDSD1, DBD, SD1, SD2, SD11, SD22. Die Atemfrequenz wurde von den Probanden während der Tests selbst gewählt oder mit sechs Atemzügen/pro Minute vorgegeben. HRV wurde im Ruhezustand ermittelt und die Aufzeichnung dauerte 60 Sekuden. Die Ergebnisse werden als prozentuelle Veränderung eines jeden HRV-Index während der Trainingslagerperiode (Vergleich Vor- und Nachwert) dargestellt. Die Veränderungen der folgenden Indizes war statistisch im Vergleich der OT- und der OT-Gruppe signifikant
SDANN (-23.0 +/- 8.2 gegenüber 25.6 +/- 11.0)
SDSD (-31.1 +/- 8.6 gegenüber 29.6 +/- 12.0)
SD1 (-31.1 +/- 8.6 gegenüber 33.9 +/- 12.7)
SD2 (-15.4 +/- 7.4 gegenüber 23.1 +/- 10.6)
SDANN1 (-15.6 +/- 5.8 gegenüber 34.3 +/- 11.9)
SDSD1 (-17.5 +/- 8.0 gegenüber 38.5 +/- 11.1)
SD11 (-16.3 +/- 8.2 gegenüber 39.9 +/- 11.7)
SD22 (-15.1 +/- 5.5 gegenüber 32.8 +/- 10.5)
Bis auf DBD mit SDSD, DBD mit SD1, DBD mit SDSD1 und DBD mit SD11 waren alle Korrelationskoeffizienten zwischen den Veränderungen statistisch signifikant.
Die Ergebnisse zeigten, daß Veränderungen der HRV-Indizes eingesetzt werden können, um als Indikator für Übertrainingszustände bei Spitzenskiläufern zu wirken.
© Copyright 1998 Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports. Wiley. All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences |
| Published in: | Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports |
| Language: | English |
| Published: |
1998
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| Edition: | Kopenhagen 8(1998)5, Teil II, S. 376 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |