Correlation of some kinematic parameters with competitive success of ski-jumpers at the 1994 World Championship in ski-flights in Planica
(Korrelation einiger kinematischer Parameter mit dem Sportslichen Erfolg im Wettkampf von Skispringern bei den Weltmeisterschaften 1994 im Skifliegen in Planica)
Mit der Untersuchung sollten Korrelationen zwischen einigen kinematischen Parametern im Skisprung untersucht werden und in Beziehung zur erreichten Sprungweite gebracht werden. Dazu wurden 28 Skispringer bei den Skiflug-Weltmeisterschaften 1994 in Planica untersucht. Die Probanden wurden in die drei Gruppen 1) über dem Durchschnitt (AA n=7), 2) Durchschnitt (A n=14) und 3) unter dem Durchschnitt (BA n=7) eingeteilt. Folgende kinematische Werte wurden erhoben: Position acht Meter nach dem Schanzentisch (Position A), Position 78 m nach dem Schanzentisch (Position B). Es wurden mehrere Winkel und Geschwindigkeiten ermittelt, die für den Sprung bedeutsam sind. Die Daten zu den kinematischen Parametern wurden mit dem 3D-Analysesystem CONSports erhoben.
Im Ergebnis wurde ermittelt, daß die resultierende Bewegungsgeschwindigkeit des KSP bei der zweiten Messung größer war als bei der ersten (Vergleich 78 m Position mit 8 m Position). Die Geschwindigkeitszunahme war nur etwas geringer als 6 m/s. Die Anlaufgeschiwndigkeit lag etwas höher als die Geschwindigkeit 8 m nach dem Schanzentisch und etwas niedriger als 78 m nach dem Schanzentisch. Das ist ein deutlicher Hinweis auf einen Geschwindigkeitsverlust während der Absprungphase und einem neuerlichen Geschwindigkeitsanstieg nach einem Kulminationspunktder Flugkurve, die aber im Durchschnitt nur sehr wenig die Anlaufgeschwindigkeits überschreitet. Im Ergebnis der Varianzanalyse zeigte sich, daß für die Unterscheidung der verschiedenen Qualitätsgruppen der Springer der Winkel zwischen der Horizontalgeschwindigkeit (VLX) und der resultierenden Geschwindigkeit des KSP (VLR) - Hubwinkel - im Mittelabschnitt des Skifluges am besten geeignet ist. Die Gruppe des besten Springer sprang mit einem kleineren Hubwinkel, die Differenz betrug ungefähr 1.5 Grad. Die Unterschiede im Flugwinkel wurden am stärksten durch die Position des Springers und der Ski während des Fluges beeinflußt (siehe Tab. 2). Signifikante Unterschiede zwischen den Springergruppen wurden auch hinsichtlich des Winkels zwischen "Körperbogenlinie" und den Ski und dem Winkel zwischen der Oberkörperachse und den Ski festgestellt. Die besten Springer hatten die kleinsten Winkel.
Ein guter Skisprung zeichnet sich hypothetisch durch folgende Kennzeichen aus:
1. Maximierung der resultierenden Geschwindigkeit im ersten Teil des Fluges
2. Maximierung der Bewegungsgeschwindigkeit von TT in horizontaler Richtung während des ganzen Fluges, aber insbesondere im ersten Abschnitt
3. Verringerung des Winkels zwischen "Körperbogenlinie" und X-Achse, insbesondere im Mittelabschnitt des Fluges
4. Verringerung des Winkels zwischen "Körperbogenlinie" und den Ski in allen Phasen der Flugkurve
5. Minimierung des Hubwinkels während des mittleren Abschnittes des Fluges
6. Optimierung des Winkels zwischen dem oberen Teil des Körpers und den Ski in der XY-Ebene ind er Absprungphase
7. Minimierung dieses Winkels in der mittleren Phase des Fluges
8. Minimierung des Winkels zwischen den Ski und der Horizontalen
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1995
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| Ausgabe: | Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996.- S. 223 - 227: 2 Tab., 3 Lit. |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch mittel |