High-Performance-Teams. Die fünf Erfolgsprinzipien für Führung und Zusammenarbeit
Es gibt wohl kaum einen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder sportlichen Bereich, der sich Höchstleistungen verschrieben hat und der sich in nationalen und internationalen Konkurrenzsituationen befindet, in dem Innovationen und Spitzenleistungen nicht durch interdisziplinäre Teams vorbereitet und begleitet werden. Einerseits sind die zu bearbeitenden Themen von zunehmender Komplexität geprägt und erfordern Beiträge unterschiedlicher Disziplinen, andererseits ist allein das Wissen in den einzelnen Fachgebieten inzwischen so umfassend, dass mehrere Spezialisten einbezogen werden, um den Erfahrungs- und Wissensschatz umfassend und erfolgreich nutzen zu können. Letztlich muss darauf verwiesen werden, dass die Innovationszyklen kürzer werden und das Entwicklungstempo von Wissenschaft, Technik, Medizin und der Umsetzung neuer Erkenntnisse in die Praxis spürbar zugenommen hat.
Wenn also Teams erforderlich sind, um Spitzenleistungen zu "produzieren", müssen diese zuerst zusammengestellt und dann geführt werden. Es gilt die kompetentesten Experten zu finden und einzubeziehen, sie fachlich sehr gut zu orientieren und für exzellente Leistungen zu motivieren. Dabei muss stets das Gesamtziel der Entwicklung, des Teams, im Mittelpunkt stehen, müssen sich die Einzelnen einordnen und dennoch nahezu bedingungslos ihren notwendigen und erwünschten Beitrag leisten, um tatsächlich Außergewöhnliches zu erreichen. Im nationalen und internationalen Spitzensport ist die Entwicklung hin zu Trainer- und Betreuerteams seit Jahren im Gange. Trainer für unterschiedliche sportliche Teilbereiche, Techniker, Trainingswissenschaftler, Mediziner, Physiotherapeuten, Sportpsychologen, Manager und/oder Medienberater prägen inzwischen das Bild in einem hoch professionellen Umfeld erfolgreicher Sportler und Mannschaften in einer zunehmenden Zahl von Sportarten. Dabei sind es nicht mehr nur die großen Ballsportarten mit dem Fußball an der Spitze oder die Formel 1, die sich solche Teams leisten können und wollen, sondern ein Blick in die Betreuerstäbe insbesondere zu Olympischen Spielen, bei Welt- und Europameisterschaften in vielen Sportarten zeichnen ein ähnliches Bild - sei es in der Leichtathletik, im Biathlon, im Kanusport oder Eisschnelllauf.
Im vorliegenden Band beleuchten zwei Autoren ihr Konzept des Aufbaus und der erfolgreichen Organisation solch interdisziplinärer Teams sowohl aus sportpraktischer Sicht (zum Beispiel mit der Entwicklung des Segel-Teams Alinghi) als auch aus wissenschaftlicher Sicht. Dabei stellen sie ihre fünf Erfolgsfaktoren vor, die es von der Initialidee bis zum endgültigen Erfolg immer im Auge zu behalten gilt:
Faktor 1 - Vision, Mission und Ziel eines Teams eindeutig beschreiben und stets verfolgen
Faktor 2 - kompromisslose Personalauswahl unter den Gesichtspunkten fachliche Eignung und menschliche Passfähigkeit
Faktor 3 - klare Definition der Rolle eines jeden Teammitglieds und der für den Erfolg notwendigen Strukturen (inklusive Hierarchien)
Faktor 4 - Zusammenarbeitsprozesse, Spielregeln und Feedback (Basis sind Werte wie Freiheit, Vertrauen, Eigenverantwortung)
Faktor 5 - Zielfokussierung im gesamten Prozessablauf .
Um diese fünf Faktoren muss sich das Teammanagement (aber auch jedes Teammitglied selbst) kümmern, muss sie selbst leben und erlebbar machen und bei allen Teammitgliedern einfordern. Verantwortung muss übernommen und Räume zu ihrer Wahrnahme gewährt werden, fachliche Kompetenzen stehen im Mittelpunkt und nicht der (vermeintliche" Ruf, den man als Experte genießt, die Arbeit sollte stets die Suche nach Lösungen und nicht das Problem an sich in den Mittelpunkt rücken. Für die erfolgreiche Realisierung dieser Schwerpunkte ist eine ausgeprägte Kommunikation zwischen allen Teammitgliedern auf der Grundlage von Vertrauen und Respekt entscheidend.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Schäffer-Poeschel
2008
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| Ausgabe: | Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 2008.- 191 S. |
| Seiten: | 191 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |