Relationships between Olympic weightlifting exercises, peak power of the upper and lower limb, muscle volume and throwing ball velocity in elite male handball players

(Beziehungen zwischen der maximalen Beinkraft sowie der maximalen Leistung der oberen und unteren Extremität, des Muskelvolumens und der Wurfgeschwindigkeit bei Elitehandballspielern)

Fragestellung: Ziel der Studie war es, die Beziehungen zwischen der maximalen Ergometerleistung der oberen (PPUL) und unteren (PPLL) Extremität und der Maximalkraft (Umsetzen und Stoßen, olympisches Gewichtheben: Reißen) zur Wurfgeschwindigkeit und zum lokalen Muskelvolumen aufzuklären. Material und Methoden: 30 professionelle Handballspieler nahmen an der Untersuchung teil (Alter: 20,3±2,1 Jahre; Gewicht: 82,5±10,5kg; Größe: 1,85±0,07m; Körperfett: 13,1±2,1%). Die Ergometrietests der oberen und unteren Extremität wurden auf einem modifizierten Ergometer (Monark-cycle) unter Messung der PPUL und PPLL durchgeführt. Hierbei wurden die maximalen Kräfte und Geschwindigkeiten ermittelt. Das 1RM wurde für die Testübungen olympisches Gewichtheben/Reißen (SN) sowie Umsetzen und Stoßen (CJ) bestimmt. Die maximalen Wurfgeschwindigkeiten wurden für 3 Wurftypen (Sprungwurf, Schlagwurf aus dem Stand, Schlagwurf aus der Bewegung (3 Schritte) mit Stemmschritt) gemessen. Überdies erfolgte die Messung der Muskelvolumina. Ergebnisse: Die Maximalkraftleistung in der Testübung Umsetzen und Stoßen erwies sich als wichtigster Prädiktor für die Wurfgeschwindigkeit. Alle Wurftypen korrelierten hoch mit den Maximalkraftparametern (Sprungwurf: r=0,75; Schlagwurf/Stand: r=0,62; Schlagwurf/Bewegung: r=0,66). Die höchste Korrelation ließ sich für die Parameter Sprungwurf und SN berechnen (r=0,82). Das Muskelvolumen der oberen Extremität korrelierte hoch mit der PPUL (r=0,70). Im Gegensatz dazu fanden sich keine vergleichbaren Beziehungen zur unteren Extremität (Muskelvolumen untere Extremität vs. PPUL: r=0,07). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse bekräftigen die Notwendigkeit eines Maximalkrafttrainings im Bereich der oberen und unteren Extremität zum Zwecke der Erhöhung der Wurfgeschwindigkeit. Für die Trainingspraxis ergibt sich die Empfehlung, spezifische Kräftigungsprogramme in das Handballtraining zu integrieren.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2019
Online-Zugang:https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0625-8705
Jahrgang:33
Heft:2
Seiten:104-112
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch