Specifity in force-velocity relations in mono- and multi-articular movements between weightlifters and bodybuilders

(Spezifik des Kraft-Geschwindigkeits-Verhältnisses mono- und multiartikulärer Bewegungen bei Gewichthebern und Bodybuildern)

Ziel der Studie war die Untersuchung der Charakteristika von Widerstandstraining bei Gewichthebern (WL) und Bodybuildern (BB) anhand des Kraft-Geschwindigkeits-Verhältnisses während der Ausführung von mono- und multiartikulären Bewegungen sowie der anatomischen Querschnittsfläche des Muskels (ACSA). Die durchgeführten Untersuchungen führten u.a. zu folgenden Ergebnissen: Die fettfreie Körpermasse (LBM) ist bei den BB deutlich größer als bei den WL. ACSA sowohl der Beuger als auch der Strecker der Ellbogen sind bei BB größer als bei WL. Das bei einer isolierten Eingelenkbewegung erzeugte statische Drehmoment ist tendenziell größer bei BB als bei WL sowohl absolut als auch relativ zur LBM. Das statische Drehmoment der Kniebeuger dagegen zeigte höhere Werte bei den WL als bei den BB. Das maximale statische Drehmoment per ACSA der Ellbogenbeuger und -strecker ist bei den WL statistisch höher als bei den BB. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, daß die im Bodybuilding angewandten Trainingsmethoden nicht mit einem funktionellen Ansteieg der Muskelkraft mit gleichzeitiger Muskelhypertrophie einhergehen. Bezüglich der Kraftentwicklung bei multiartikulären Bewegungen kann von einer signifikant höheren Leistung im Bankdrücken bei den BB im Vergleich zu den WL ausgegangen werden, dagegen zeigten die WL statistisch signifikant höhere Werte beim hohen Umsetzen. Es wird geschlußfolgert, daß eine Dominanz beim momnoartikulären Drehmoment nicht zwangsläufig mit einem Anstieg der Leistung bei multiartikulären Bewegungen einghergeht. Die Unterschiede in der Kraftleistung bei den WL und BB wurde als Merkmal der Bewegungsgeschwindigkeit des Widerstandstrainings, welches der Athlet gewöhnlich ausübt, z.B. schneller Lift und langsamer Lift, charakterisiert. Das Kraft-Geschwindigkeits-Verhältnis bei den WL beim hohen Umsetzen zeigte eine Rechtsverschiebung im Vergleich zu den BB, dies zeigt, daß die Gewichtheber die maximale Leistung unter leichteren Lasten und höheren Geschwindigkeiten entwickeln. Schlußfolgerung: Das unterschiedliche sportartspezifische Widerstandstraining im gewichtheben und Bodybuilding könnte einheitliche Veränderungen der Muskelhypertrophie und des Drehmoments bzw. des Kraftoutputs bei isolierten wie auch multiartikulären bewegungen hervorrufen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:International Conference on Weightlifting and Strength Training. Conference Book
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Finland: Gummerus Printing, 1998. - S. 277 - 278: 1 Abb.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel