Risk sryva adaptacii organizma pri trenirovocnych nagruzkach silovoj napravlennosti tjazeloatletov

(Das Risiko einer gestörten Adaptation des Organismus beim auf die Kraftentwicklung ausgerichteten Training von Gewichthebern)

Streß ist der wichtigste biologische Mechanismus zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Sportlern, solange er nicht zum Dauerstreß im Sinne einer Dauer-Überlastung wird, der zu Immundefiziten und Leistungsabbau führt. Wenn die Belastungsintensität der Adaptationsfähigkeit des Organismus entspricht,dann führen die physiologischen Reaktionen zur Erhöhung der funktionellen Möglichkeiten und der Herausbildung eines neuen, höheren Adaptationsniveaus. Wenn die Intensität der Belastung die Fähigkeit des Organismus zu einer adäquaten Reaktion übersteigt bzw. das Training keine Zeit für die Wiederherstellung läßt, kommt es zum Abbruch der Adaptation, und der Streß erhält chronischen Charakter. Ein solcher Abbruch der Adfaptation ist zu vermeiden, eine sofortige Korrektur des Trainings ist vorzunehmen. Es gibt allen Grund zu der Annahme, daß Trainingszyklen mit hohen Anforderungen an den Eiweißstoffwechsel (Krafttrainingszyklen) zu einer deutlichen Absenkung der immunologischen Parameter führen. Ziel der Studie war es, den Einfluß von Krafttrainings-MIZ auf die Intensivierung des Eiweißstoffwechsels und die Dynamik immunologischer Parameter zu untersuchen. Probanden waren 15- bis 17jährige Gewichtheber der 1. und 2. Leistungsklasse, die einen auf die Kraftentwicklung ausgerichteten Wochenzyklus zu absolvieren hatten und anschließend an einem Wettkampf teilnahmen. Venöse Blutproben wurden mit besonderem Augenmerk auf die Parameter des Eiweißstoffwechsels analysiert. Im Ergebnis der Analysen wurde ein deutlicher Einfluß der Kraftbelastungen auf Anzahl und Zusammensetzung der Lymphzellen festgestellt. Bedeutende Störungen traten im T-System der Immunität auf. Die Parameter des B-Systems blieben weitgehend unbeeingflußt von den Belastungen. Die Anzahl der B-Zellen blieb im Verlauf des Trainingsprozesses konstant, nach dem Wettkampf erhöhte sie sich leicht. Weiterhin wurde deutlich, daß in Phasen hoher Belastungen mit unzureichender Wiederherstellung oder kumulierender Ermüdung im Organismus ein konkreter Kampf gegen die endogenen Eiweiße stattfindet, die für die Wiederherstellung des Muskel- und Nervensystems verantwortlich sind. Es wurde erstmals nachgewiesen, daß bei einem ausschließlich auf die Kraftentwicklung gerichteten Wochentrainingszyklus im Gegensatz zu anderen Belastungsstrukturen eine hinreichende Verringerung aller Klassen von Immunglobulinen eintritt. Derartige Hinweise und Fakten sollten unbedingt als zusätzliche Steuergrößen für das Training und die Trainingsplanung verwendet werden, um einer Verringerung der immunologischen Reaktionsfähigkeit des Sportlers vorzubeugen. Zusätzlich können Immunostimulanzien eingesetzt werden, um Immundefizite zu vermeiden, die zu Leistungsabfall oder Erkrankung führen könnten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Olimp
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1993
Ausgabe:Izhevsk (1993)2, S. 38
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel