Myokardiale Belastungen im Kraftsport. Kardiale und oxidative Stressparameter zur Beurteilung der myokardialen Belastung bei maximalen bzw. submaximalen Kraftbelastungen beim Gewichtheben

Dass Sport in vielen seiner Ausprägungsformen die menschliche Gesundheit fördert und schützt, dass er dazu beiträgt, die Belastbarkeit zu erhalten bzw. zu steigern ist auch Gemeingut. Ebenso ist natürlich bekannt, dass mit dem Sport eine Reihe von gesundheitlichen Risiken verbunden sein können - in den Spielsportarten zum Beispiel gibt es eine nicht unerhebliche Zahl von Gelenk- und Muskelverletzungen, in Ausdauersportarten sind Überlastungsschäden recht häufig anzutreffen, orthopädische Probleme sind aus verschiedenen Sportarten bzw. Sportartengruppen bekannt. Mit der vorliegenden Studie wendet sich der Autor der Frage zu, welche kardialen Wirkungen ein intensives Training mit hohen Lasten, wie es oftmals im Hochleistungssport in unterschiedlichen Sportarten zum Einsatz kommt, auslösen kann. Nachdem das Thema kardialer Effekte nach intensiven Ausdauerbelastungen in der jüngeren Vergangenheit durch entsprechende Studien untersucht wurde und durchaus kritische, wenn auch nicht eindeutige Befunde vorliegen, ergänzt diese Untersuchung die Kenntnis- bzw. wissenschaftliche Informationslage mit einer Studie zum Krafttraining und dessen Wirkungen. Dazu wurde eine Trainingsgruppe aus dem Leistungssport als Probanden gewonnen, die neben der Beantwortung eines Fragebogens zum Gesundheitszustand, zu ihrer Lebensweise und zu ihren sportlichen Aktivitäten auch für pre- und post-Belastungsuntersuchungen zur Verfügung stand. Diese bestanden aus Urin- und Blutuntersuchungen, die auf die Werte verschiedener kardialer Marker analysiert wurden, Die Untersuchungen fanden jeweils vor und unmittelbar nach dem Trainingsende sowie drei Stunden nach Trainingsabschluss statt. Das Training wurde individuell so gesteuert, dass im Maximalkraftbereich gearbeitet wurde. Die Proben wurden auf nicht weniger als 29 Parameter von Kreatinin und Harnsäure, Kreatinkinase und Myoglobin über NTpro-BNP und Testosteron, Hypoxanthin und Leukozyten bis zu Lymphozyten und Granulozyten, Hämatokrit und Harnstoff untersucht, Signifikanzen im dynamischen Verlauf zwischen den drei Meßzeitpunkten ermittelt und abschließend präsentiert. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, ob Veränderungen der kardialen Belastungsmarker eine belastungsinduzierte Muskelanpassung repräsentieren oder ob sie Hinweise liefern für kardiale Schädigungen, die bereits eingetreten sind oder die bei einer Weiterführung des intensiven Krafttrainings eintreten könnten. In der vorsichtigen Diskussion der erhobenen Werte wird davon ausgegangen, dass keine kardiale Überlastung durch das Krafttraining induziert wurde. Gänzlich auszuschließen sei diese aber nicht, da es keine bzw. nicht genügend abgesicherte wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema im Hochleistungssport gibt. Die publizierten Untersuchungen der letzten Jahre sind in die umfassende Literaturkritik eingegangen, was einen zusätzlichen Wert der Arbeit von Markus Kinzlbauer ausmacht.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences strength and speed sports
Language:German
Published: Saarbrücken VDM Verlag Dr. Müller 2010
Edition:Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2010. - 106 S.
Pages:106
Document types:book
Level:advanced