Beschwerden des Bewegungsapparats bei deutschen Hochleistungsruderern

Hintergrund: Leistungsruderer auf nationalem und internationalem Niveau sind erheblichen Belastungen des Bewegungsapparats ausgesetzt. Diese Studie soll einen Überblick über die Trainingsbelastung und die Beschwerden des Bewegungsapparats deutscher Leistungsruderer im olympischen Jahr geben. Methodik: 29 weibliche (Alter 22,2 ± 3,1 Jahre) und 38 männliche Ruderer (22,3 ± 3,1 Jahre) der deutschen Nationalmannschaft wurden zu Trainingsinhalten und Trainingsumfängen sowie Beschwerden des Bewegungsapparats (aktuell und der vergangenen 12 Monate) befragt. Zudem sollten die Athleten den vermuteten Grund für die Beschwerden angeben. Ergebnisse: Die Ruderer absolvierten durchschnittlich 22,8 ± 5,3 Stunden in 16,0 ± 4,6 Trainingseinheiten in der Woche. Die häufigsten Beschwerden innerhalb der letzten 12 Monate lagen im Bereich der Lendenwirbelsäule bzw. des Gesäßes (50,0 % der Befragten). Darauf folgten Schulter (33,9 %), Unterarm/Hand (32,2 %), Halswirbelsäule (31,6 %) und Brustwirbelsäule/Brustkorb (28,1 %). "Überlastung" wurde in allen Körperregionen als meist vermuteter Grund für die Beschwerden angegeben. Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie belegt eine hohe Prävalenz von Überlastungsbeschwerden des Bewegungsapparats bei deutschen Leistungsruderern und unterstützt somit Forderungen nach geeigneten Präventionsmaßnahmen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2011
Online-Zugang:https://www.thieme-connect.de/ejournals/abstract/sport/doi/10.1055/s-0031-1273299
Jahrgang:25
Heft:3
Seiten:153-158
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch