Weiterführende Ansätze zum Sporttechniktraining. Abstract
(Further aspects concerning technique training. Abstract)
Das sich die im Spitzensport/Ausdauersportarten ständig wachsenden Leistungsanforderungen kaum noch über eine quantitative Steigerung der Trainingsbelastung ausgleichen lassen, wird seit längerem geschlussfolgert und geht auch aus aktuelleren trainingswissenschaftlichen Analysen hervor. Deshalb ist der Qualität des Trainings und hier insbesondere des Sporttechniktrainings eine höhere Bedeutung als bisher beizumessen. Kreative und innovative Hilfsmittel (u.a. sportartspezifische Messplätze, Computeranimationen der Bewegungen, etc.) für das bewusste Gestalten kognitiver Vorgange des Lernenden bzw. Umlernenden beim Realisieren sportlicher Techniken in Einheit mit dem Entwickeln konditioneller Leistungsvoraussetzungen, haben somit derzeit wieder hohe Priorität.
Mit dem Beitrag wird zunächst kurz das technologische Realisieren Keyframe manipulierbarer 3D-Computeranimationen zyklischer Bewegungen dargestellt. Hierbei angestrebt wurde das Erstellen sportartspezifischer Charakteranimationen (einschließlich Sportgeräte) ohne Kenntnis der vollständigen direkten Kinematik der Sportlerkörpersegmente und von daher ausschließlich auf der Grundlage im Training und Wettkampf (und hier insbesondere an internationalen Spitzenathleten) markerlos objektivierter 3D-Systempunkttrajektorien.
Erfahrungsgemäß lässt sich "Leitbild gerechte" sportliche Technik durch das Individuum (den Übungsleiter, Trainer) in der Regel nur in begrenzter Tiefgründigkeit demonstrieren. Ursachen hierfür sind vielschichtig und bedürfen sicherlich keiner Erläuterung. Beispielsweise im Sporttechnikerwerbstraining zyklischer Bewegungen durch den Lernenden wahrgenommene, bezüglich der Sporttechnikknotenpunkte aber nicht korrekt akzentuierte Bewegungsdemonstrationen, sollten aus der Sicht der Referentin als eine der Hauptursachen für fehlerhaftes bewusstes Gestalten kognitiver Vorgänge beim Lernenden angesehen werden. Weil erlernte zyklische Bewegungen nach relativ kurzer Zeit nicht bewusstseinspflichtig (d. h. auf der Grundlage sensomotorischer Regulationsebenen) ausgeführt werden, sind erfolgreiche Umlernprozesse prinzipiell äußerst trainingszeitaufwendig und stets mit insbesondere im Spitzensport nachteiligen sportlichen Leistungsstagnationen verknüpft.
Die mit dem Beitrag vorgestellten Keyframe manipulierbaren 3D-Computeranimationen könnten die Funktion einer Vorinformation im Sporttechniktraining des DRV unter Zuhilfenahme moderner Medien umfassend erfüllen, als auch die Funktion einer Führungs- bzw. Sollgröße beim geregelten Konditions- und Sporttechniktraining mittels Messplätzen mit Feedbackprozedur verwirklichen helfen.
© Copyright 2010 Rudersymposium 2010. Abstracts. Published by Technische Universität. All rights reserved.
| Subjects: | |
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| Notations: | endurance sports |
| Tagging: | Animation |
| Published in: | Rudersymposium 2010. Abstracts |
| Language: | German |
| Published: |
Dortmund
Technische Universität
2010
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| Online Access: | http://www.hs.tu-dortmund.de/rudersymposium/abstracts/pdf-dateien/3-4-clauss-weiterfuehrende-ansaetze-zum-sporttechniktraining.pdf/view |
| Pages: | 38 |
| Document types: | congress proceedings |
| Level: | advanced |