Reliability of lactate threshold assessment during rowing
Untersucht wurde die Reliabilität von vier Methoden zur Bewertung der Blutlaktatschwelle (Tlac) während eines kontinuierlich verlaufenden Stufentests auf dem Concept II-Ruderergometer. Die acht Probanden wurden dreimal getestet, wobei zwischen den einzelnen Tests mindestens drei Tage lagen. Alle Tests wurden innerhalb von 15 Tagen absolviert.
Die Belastungsintensität am Testbeginn wurde individuell bestimmt und betrug 120 bis 153 W (114+/-1.5 W), was 55.1+/-6.3% des maximalen Sauerstoffverbrauchs entsprach. Alle 3 Minuten wurde die belastung um 18.4+/-1.18 W gesteigert. Der Test wurde bis zur Ausbelastung fortgesetzt. Während der letzten 30 Sekunden einer Belastungsstufe wurde eine Blutprobe entnommen.
Folgende Methoden wurden zur Erkennung von Tlac eingesetzt:
- log-log-Model (Tlac-log, von Beaver et al., 1985)
- Dmax-Methode (nach Cheng et al., 1992)
- visuelle Methode (Tlac-vis) und
- Reaktionen, die einem festgelegten Laktatniveau von 4 mmol/l entsprachen (Tlac-4mmol/l).
Die Varianzanalyse ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Tests bei allen vier eingesetzten Methoden, wenn die Schwelle mittels Beschreibung der Leistungsabgabe und VO2 erfolgte. Bei Beschreibung der Schwelle mit der Herzschlagfrequenz zeigten sich für die Methode Tlac-vis signifikante Unterschiede zwischen den drei Tests. Im Allgemeinen waren die Beziehungen zwischen den Tests am stärksten, wenn die Leistunsabgabe zur Beschreibung der Schwelle genutzt wurde. Mit der Dmax-Methode wurden die höchsten Korrelationen zwischen den drei Tests erzielt. Auch bei Tlac-4mmol/l wurden hohe und signifikante Korrelationen ermittelt. Für die anderen beiden Methoden wurden geringere Korrelationen ermittelt. Insgesamt stellen die Autoren fest, dass die Leistungsabgabe bei Dmax die am besten reproduzierbare Methode zur Identifizierung von Tlac ist, wenn ein Stufentest auf dem Ruderergometer eingesetzt wird. Diese Methode hat auch die stärkere Korrelation zur Ausdauerleistung nachgewiesen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass keine subjektive Bewertung von Tlac vorgenommenw erden muss, was bei Tlac-vis und Tlac-log der Fall ist.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences endurance sports |
| Published in: | Journal of Sports Sciences |
| Language: | English |
| Published: |
2003
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| Edition: | Abingdon 21(2003)4, S. 272 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |