The effects of stroke rate on biomechanical parameters and efficiency of rowing
(Auswirkungen der Schlagfrequenz auf biomechanische Parameter und die Effektivität im Rudern)
Ziel der Studie war die detaillierte Bestimmung des Einflusses der Schlagfrequenz auf biomechanische Parameter und mechanischen Wirkungsgrad im Rudern.
Das reale Rudern wurde mittels Rudersimulator IGL-1 imitiert. 27 Spitzenruderer absolvierten drei Tests von jeweils einer Minute. Die Anweisung lautete: Im ersten Versuch: Trainingsschlagfrequenz, im zweiten Versuch: Wettkampffrequenz und im dritten Versuch: submaximale Schlagfrequenz. Anhand der analysierten Daten konnte die qualitative Struktur des Ruderns mit der Schlagfrequenz in Beziehung gesetzt werden. Anhand der quantitativen Parameter wurde die Wirkung unterschiedlicher Schlagfrequenzen auf die Rudereffektivitäät untersucht.
Ergbenisse:
Durchschnittliche Schlagfrequenz: 26,0+/-3,2/ 32,0+/-2,4/ 36,5+/-2,7 Schläge/min.
Mit zunehmender Frequenz wuchs der Wert der Handkraftleistung (Abb. A). Auch die Ruderleistung wuchs signifikant mit zunehmender Frequenz, allerdings gab es keine Veränderung ihrer Zeitstruktur. In den Beinen und im Oberkörper gab es teilweise keine Veränderungen, während sich Teile der Armkraftleistung signifikant verringerten (Abb. B+C). Die Schnellkraftverläufe der Körperteile während eines Schlages weisen in Abhängigkeit von der Schlagfrequenz unterschiedliche Dynamiken auf (Abb. C). Die Beinkraftleistung wuchs preoportionel mit der Frequenz. Auch die Kraftleistung des Oberkörpers stieg, der Gradient blieb jedoch unverändert und der Spitzenwert wurde etwas in Richtung des Endes des Schlages verschoben. Die Armktraftkurve verschob sich deutlich in Richtung Ende und veränderte auch deutlich ihre Form.
Es wurden auch Korrelationen zwischen Schlagfreuqenz und verschiedenen Geschwindigkeitsverläufen an Hand, Beinen, Oberkörper und Armen gefunden (Abb. D). Die Bootsbeschleunigung steht in deutlicher positiver Abhängigkeit zur Schlagfrequenz. Die Variation der Bootsgeschwindigkeit während des Schlages verringerte sich mit zunehmender Schlagfrequenz. Mit zunehmender Schlagfrequenz verändert sich auch die Dynamik der Bootsbeschleunigung während des Zuges signifikant (Abb. E, A).
Die Korrelationen zwischen Schlagfrequenz und Schlaglänge erreichten keine statistisch signifikanten Größenordnungen. Der mechanische Wirkungsgrad erwies sich in den Untersuchungen als negativ abhängig von der Schlagfrequenz. Bis zu einer Frequenz von 38-40 Schlägen pro Minute verringert sich der mechanische Wirkungsgrad, bei dann weiter steigenden Frequenzen bleibt er konstant.
Schlußfolgerungen: Die Schlagfrequenz im Rudern hat signifikante positive Auswirkungen auf die Durchschnittsgeschwindigkeit, Kraft und Teilzeiten der Drive-Phase.
Die Korrelation zwischen Schlagfrequenz und longitudinalen Kriterien des Ruderns trägt nichtlinearen Charakter. Die höchsten Werte für die Schlaglänge können bei Frequenzen von 30-35 Schlägen/min. erwartet werden.
Die Schlagfrequenz korreliert mit Ruderleistung und veränderten Strukturen der Teilkörperkräfte (Absinken der Armkraft).
Die negative Korrelation zwischen Schlagfrequzenz und Variation der Bootsgeschwindigkeit und mechanischem Wirkungsgrad, die sich beide mit zunehmender Frequenz verringerten, war die überaschendste Erkenntnis der Studie.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1996
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| Ausgabe: | Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 321-324, 5 Abb., 3 Lit. |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |