Verletzungen der oberen Extremitäten bei Ringern im Hochleistungssport

Die Vielfältigkeit der Angriffs- und Verteidigungshandlungen eines Ringers im Stand und in der Bodenlage ist mit den Bewegungsanforderungen anderer Sportarten nicht vergleichbar. Es werden hohe Anforderungen an die motorischen Grundeigenschaften sowie die wettkampfspezifische Beweglichkeit gestellt. Obgleich das Ringen in Deutschland zu den Randsportarten gehört, nimmt infolge der zunehmenden Professionalität die Notwendigkeit einer suffizienten und hochwertigen sportmedizinischen Betreuung zu. Ziel der retrospektiven Arbeit war es, anhand eines Fragebogens Verletzungsmuster zu untersuchen und mögliche Zusammenhänge zwischen Art und Häufigkeit der Sportverletzungen der unterschiedlichen Körperregionen aufzuzeigen. Von insgesamt 200 Sportler aus 10 Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga und dem Nationalkader konnten 163 Fragebögen ausgewertet werden. Im Bereich der oberen Extremitäten konnten bei 23 % der Sportler Verletzungen nachgewiesen werden. Die Verletzungsrate war bei den Sportlern der 2. Bundesliga höher. Da das Ringen eine technisch und taktisch höchst anspruchsvolle Sportart ist, sollten orthopädisch-traumatologischen Verletzungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, um in einer Randsportart wie dem Ringen durch Veränderung der Taktik und der Trainingsmethoden Verletzungen zu minimieren.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2008
Online-Zugang:https://doi.org/10.1055/s-2008-1027460
Jahrgang:22
Heft:2
Seiten:89-92
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel