Zur Biomechanik der Gleichgewichtsbrechung im Judo und Möglichkeiten der messtechnischen Erfassung

Die judospezifischen Wurf- und Kampfbewegungen sind motorisch so komplex, dass nach wie vor das Randori oder das Techniktraining am Partner nicht durch Trainingsgeräte komplett ersetzt werden kann. Die zahlreichen Analysen der vergangenen 20 Jahre zeigen aber auf, dass an geeigneten Konstruktionen, wie hier teilweise dargestellt, Teilübungen ausführbar und trainierbar sind. Der trainingsmethodische Nutzen besteht vor allem darin, dass in Kopplung mit einer Messvorrichtung objektive, kontrollierbare und reproduzierbare Parameter zur Beurteilung des Leistungsfaktors "spezielle Kraft" herangezogen werden können. Im weitesten Sinne sind Aussagen über die Fähigkeitskomplexe Kraft, Schnelligkeit und Koordination zur speziellen Teilbewegung möglich. · Für den unterschiedlichsten Einsatz der Trainingsgeräte sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Je nach Position zu den Geräten sind zahlreiche Teilübungen zur Spezialtechnik möglich und sollten auch im Rahmen des Techniktrainings oder im Bereich des speziellen Krafttrainings einbezogen werden. · Die Charakterisierung der Qualität der Technikübungen basiert auf biomechanische Messgrößen. Die Nutzung der Messplätze und deren trainingsmethodischen Verarbeitung ist somit auch abhängig vom Wissensstand der Trainer und Athleten. · Reserven zur weiteren wissenschaftstheoretischen Fundierung der Messmethoden und der daraus abgeleiteten Interpretationskriterien liegen zweifelsohne auch in der Einbeziehung der viedeotechnischen Messsysteme und sollten fortgesetzt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2001
Online-Zugang:http://www.judomagazin.com/kuzushi.pdf
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:hoch