Der Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und visuell-räumlichen Fähigkeiten
Thema dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen motorischen bzw. sportlichen Fähigkeiten und visuell-räumlichen Fähigkeiten zu untersuchen. Speziell wird die Bedeutung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten für die mentale
Rotationsleistungsfähigkeit, einer klassischen Aufgabe zur Erfassung des visuell-räumlichen Vorstellungsvermögens, untersucht. Die Beteiligung motorischer Prozesse an der mentalen Rotation sowie die Tatsache, dass die Fähigkeit mental zu rotieren
durch kognitives Training verbessert werden kann, gilt als unbestritten, weniger klar gestaltet sich der Einfluss eines motorischen Trainings auf diese Fähigkeit. In der hier vorliegenden Arbeit wurde angenommen, dass ein Zusammenhang zwischen der
Ausprägung spezieller sportmotorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten, im Besonderen dem Betreiben koordinativer Sportarten und der mentalen Rotationsfähigkeit besteht. Es konnte zunächst eine grundsätzlich bessere mentale Rotationsleistung von
Sportlern im Vergleich zu Nicht-Sportlern festgestellt werden. Anschließen konnte gezeigt werden, dass die koordinative Leistungsfähigkeit der Probanden mit der Leistung in einem mentalen Rotationstest korrelierte. Darüber hinaus zeigte sich, dass
Männer und Frauen, die in der schwerpunktmäßig koordinativ orientierten Sportart Kunstturnen als ausgewiesene Experten gelten, über eine signifikant bessere mentale Rotationsfähigkeit verfügen als Experten der rein konditionell orientierten
leichtathletischen Disziplinen Mittel- und Langstreckenlauf. Des Weiteren wurde der Einfluss eines sportartspezifischen Trainings auf die Entwicklung der mentalen Rotationsleistung untersucht.
The topic of this PhD thesis is to explore the
correlation between motor skills, respectively physical activity and visuo-spatial skills. Particularly the impact of conditional and coordinative skills on mental rotation performance, which is a typical task for measuring visuo-spatial skills is
examined. The involvement of motor processes in mental rotation as well as the fact, that mental rotation can be improved by cognitive training in some sort is undisputable. Less clear is the influence of specific motor skills training on mental
rotation performance. In this PHD thesis it is assumed, that there is a correlation between the level of motor skills, specifically the level of coordinative skills and mental rotation performance. First it was proved, that athletes have better
mental rotation skills than non-athletes. Afterwards a correlation between coordinative abilities and mental rotation ability was verified. Concerning specific types of sport, professional athletes in artistic gymnastics showed a better mental
rotation performance than athletes of endurance based physical activities like long distance running. Furthermore the influence of training in specific sport disciplines on mental rotation was examined.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Regensburg
Universität Regensburg
2012
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| Online-Zugang: | http://epub.uni-regensburg.de/27030/ |
| Seiten: | 217 |
| Dokumentenarten: | Dissertation |
| Level: | hoch |