Verletzungen und Spätschäden bei ehemaligen Hochleistungssportlern leichtathletischer Sprungdisziplinen

Ziel der Untersuchung war es festzustellen, inwieweit durch unterschiedliche sportartspezifische Belastungen spezielle Verletzungs- und Beschwerdemuster in den leichtathletischen Sprungdisziplinen Weitsprung, Dreisprung, Hoch- und Stabhochsprung vorhanden waren und auch mehr als 10 Jahre nach Beendigung der Karriere Probleme bereiten. 93 ehemalige Hochleistungssportler, die in den Bestenlisten des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) der Jahre 1972-1986 unter den Top 40-Athleten aufgeführt waren, wurden über einen standardisierten Fragebogen retrospektiv zu ihrer Verletzungs- und Beschwerdeanamnese während und nach der Hochleistungsphase befragt. Während der Hochleistungsphase klagen Hochspringer am häufigsten über Verletzungen und Beschwerden an Sprung- (32 von 40) und Kniegelenken (26 von 40) der Sprungbeine, Weit- und Dreispringer über Verletzungen der Oberschenkelmuskulatur (20 von 29), Stabhochspringer über Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule (20 von 24). Nach Beendigung der Hochleistungsphase sind bei allen Sprungsportarten Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule vordergründig (44 von 93). Unterschiedliche sportartspezifische Belastungen in den leichtathletischen Sprungdisziplinen führen zu unterschiedlichen Verletzungs- und Beschwerdemustern. Deren Kenntnis ist in der sportorthopädischen Betreuung zur Prophylaxe von Verletzungen von besonderer Wichtigkeit.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Greven 2005
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2005/heft02/34-38.pdf
Jahrgang:56
Heft:2
Seiten:34-38
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch