Bez razbega net pryzka

(Ohne Anlauf kein Sprung)

Die Ausführungen des Beitrags widmen sich den Modellparametern der Anlaufgeschwindigkeit und der Trainingssteuerung im Stabhochsprung. Das Ziel der Untersuchungen bestand in der Bestimmung quantitativer Modellkennziffern und von Normwerten für die Anlaufgeschwindigkeit, von Parametern der Realisierung der Anlaufgeschwinidgkeit im Stabhochsprung und von Möglichkeiten der Steuerung des Trainings auf der Grundlage der erarbeiteten Modellkennziffern. Unter anderem wird die Abhängigkeit der Sprunghöhe im Stabhochsprung der Frauen von der Geschwindigkeit der letzten 5 Anlaufschritte dargestellt, außerdem finden sich tabellarische Übersichten zu den Modellkennziffern der Geschwindigkeit auf den letzten beiden 5-m-Abschnitten des Anlaufs im Stabhochsprung der Frauen und in unterschiedlichen Leistungsklassen. Außerdem werden die Anlaufgeschwindigkeiten der besten 9 Männer und Frauen der WM von Helsinki und die jeweils erreichte Sprunghöhe aufgeführt. Schlussfolgerungen: 1. Die Anlaufgeschwindigkeit auf den letzten 5 m im Stabhochsprung ist ein komplexer Parameter, charakterisiert durch die Effektivität des Anlaufs sowie durch die Sprintfähigkeit des Athleten. Die stärksten Springerinnen erreichen Anlaufgeschwindigkeiten von bis zu 8,5 m/s und liegen damit etwa 1 m/s unter den Bestwerten der Männer. 2. Die Effektivität des Anlauf wird nicht nur anhand der Anlaufgeschwindigkeit bestimmt, sondern auch von der Beschleunigung auf den letzten 5 m des Anlaufs gegenüber den vorletzten 5 m. Dieser Anstieg beträgt bei den leistungsstärksten Athleten 0,17 m/s. 3. Ein wichtiger Parameter der technischen und der speziellen Kraftleistungsfähigkeit im Stabhochsprung ist der Koeffizient der Realisierung der Anlaufgeschwindigkeit, der aus dem Verhältnis der erreichten Wettkampfsprunghöhe und der Geschwindigkeit auf den letzten 5 m des Anlaufs ermittelt wird. 4. Für Sprünge über 5 m müssen Frauen ein technisches und ein Kraftniveau - bewertbar anhand des Realisierungskoeffizienten der Anlaufgeschwindigkeit - erreichen, die den Mittelwerten der männlichen WM-Finalisten entsprechen. Der Koeffizient muss im Bereich von 0,6 liegen. 5. Die individuellen Anlaufgeschwindigkeiten auf den letzten beiden 5-m-Abschnitten, die Beschleunigung auf dem letzten Abschnitt und der Realisierungskoeffizient der Anlaufgeschwindigkeit können als Parameter einer effektiven Trainingssteuerung im Stabhochsprung eingesetzt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Legkaja Atletika
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 2007
Heft:4-5
Seiten:28-30
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch