How elite athletes use their free limbs during the take-off in high jumping

(Wie Elitesportler ihre freien Extremitäten während des Absprungs im Hochsprung gebrauchen)

Mittel 3-D-Bewegungsanalyse wurden die Wettkampfleistungen von 6 internationalen männlichen Hochspringern untersucht. Über das KSP-Moment der gesamten Extremität imerhältnis zum proximalen Gelenk (Arm zur Schulter, Bein zur Hüfte) wurde der Einfluß jeder freien Extremität auf die Leistung quantifiziert. Ergebnisse: Das mittlere maximale relative Moment des der Latte am nächsten Armes beim Absprung betrug 9,3 kg.ms, während das des der Latte am entferntesten Armes 11,2 kg.ms betrug. Das freie (Führungs-) Beinerreichte ein mittleres maximales relatives Moment von 20,9 kg.ms. Beim Aufsetzen hatte das freue Bein ein größeres positives relatives Moment als versetzt das negative relative Moment der Arme, obwohl ihre Kombinationswerte positiv blieben. Die mittleren relativen Momente von Armen und freiem Bein beim Aufsetzen betrugen zusammen 6,4 kg.ms, der Maximalwert betrug 37,3 kg.ms. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten - 30,9 kg.ms - entsprach 9,3% des gesamten Körpermonents beim Absprung. Die Arme haben einen größeren individuellen Anteil an der Leistung als das freie Bein. Die durch die Bewegung der freien Extremitäten ausgeübte Kompressionskraft, bewertet durch die Veränderung im relativen Moment, erreichte eine mittlere Spitze von 390 N und war bei 28% der Kontaktperiode die größte. Damit wäre ein Effekt auf die Dehnung-Kürzungseigenschaften der großen Streckmuskeln, die beim Sprung arbeiten, gegeben, was in der Folge einen positiven Einluß auf die Sprungleistung hätte. Es wurden auch beachtliche interindividuelle Unterschiede festgestellt, was bedeutet, daß einige Springer ihre freien Extremitäten nicht so effektiv wie andere gebrauchen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Journal of Sports Sciences
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1999
Ausgabe:London 17(1999)11, S. 918 - 919
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel