Three-dimensional analysis of pole moment and joint torques in elite pole vaulters

(3D-Analyse des Stabmoments und der Gelenkdrehmomente bei Stabhochspringern der Spitzenklasse)

Das Anliegen der Studie war die Untersuchung der 3-D-Gelenkdrehmomente von Stabhochspringern und des Moments, das der Sportler auf den Stab wirken läßt, d.h. das Stabmoment. Dazu wurden bei den Weltmeisterschaften 1991 und bei den Asienspielen 1994 die Wettkampfübungen der Stabhochspringer mit Videotechnik aufgenommen, digitalisiert und analysiert. Dazu wurden je zwei 16 mm Kameras eingesetzt, die mit 100 Bildern/Sekunde arbeiteten. Insgesamt wurden 13 Sprünge von Spitzenspringern analysiert. Es wurden 3-D-Gelenkdrehmomente und Stabmomente berechnet. Dazu wurde ein Modell verbundener Segmente verwendet, das aus dem Fuß-Unterschenkel, Oberschenkel, Kopf-Oberkörper, rechtem Oberarm und dem rechten Unterarm bestand. Der linke Arm blieb bei der Betrachtung unbeachtet und die Auswirkungen der Kräfte, die durch den linken Griff entstanden und Einfluß auf das Stabmoment hatten, wurde durch die Menthode von McGinnis und Bergmann (1986) in die Betrachtung eingeführt. Abbildung 1 zeigt die Veränderungen des Stabmoments und der Gelenkdrehmomente für die Sprünge, die über der Zeit vom Absprung bis zur Stabstreckung normalisiert und dann ausgeglichen wurden. MPB bedeutet: maximale Stabdurchbiegung. Positive werte weisen auf das Biegungsmoment (Flexionsdrehmoment) und negative Werte auf das Streckungsmoment (Extensionsdrehmoment) hin. Das Stabbiegungsmoment wurde vom Absprung über einen Zeitraum von 30% der Gesamtzeit ausgeübt, und das Streckungsmoment wurde vom Augenblick MPB an vor der Stabstreckung ausgeübt.In unserer Untersuchung war das Streckungsmoment in der Aufschwungphase (Stabdurchbiegungsphase) sehr klein, während die Schulter- und Hüftdrehomente im Vergleich zu den Werten von McGinnis und Bergmann (1986) relativ größer waren. Es hat den Anschein, als ob Spitzenspringer in unserer Studie in der Lage waren, den Körper nach oben zu schwingen, in dem sie Schulter- und Hüftdrehmoment nutzen und weniger durch die Ausübung eines Stabstreckungsmoments in der Stabdurchbiegungsphase. Wenn das Biegungsmoment durch diese Phase hindurch erhalten bleibt, kann eine höhere elastische Energie am Stab gespeichert und an den Springer als größere potentielle Gravitationsenergie in der Stabstreckungsphase zurückgegeben werden. Deshalb sind sehr starke Schulterstrecker und Hüftbeuger wichtig, um mit der Stabdurchbiegungstechnik aufzuschwingen.
© Copyright 1997 XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Tokyo: International Society of Biomechanics (Hrsg.), 1997. - S. 210: 1 Abb.
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel