Phase distances, percentages, and techniques in the men's triple jump at the 1996 U.S. Olympic Trials
(Länge, Anteile und Technik der Phasen im Dreisprung der Männer zu den U.S. Olympic Trials 1996)
Die Gesamtleistung im Dreisprung wird durch die optimale Einteilung des Aufwandes über die drei Phasen bestimmt.
Ziel des Projekts war es zu ermitteln, wie die besten amerikanischen Dreispringer diese Einteilung realisieren und -sofern dies möglich war- ob diese Aufteilung für die jeweiligen Springer optimal war.
Es wurden Videoaufzeichnungen von den Olympic Trials realisiert (12 Springer). Die Daten für die Länge und den prozentualen Anteil der Phasen sowie die offizielle und die aktuelle Sprungweite des jeweils besten Finalsprungs werden in Tabelle 1 gezeigt. Zwischen den Springern gab es beachtliche Unterschiede in diesen Parametern.
Tabelle 2 zeigt eine Übersicht der jeweils zehn Springer mit den größten Weiten je Phase.
Die Untersuchungen weisen auf eine sehr unterschiedliche Verteilung der Kraft auf die drei Phasen, d.h. eine sehr unterschiedliche Ausführung des Dreisprungs im Vergleich der drei besten Springer hin. Möglicherweise verkörpern sie die drei möglichen Extreme des Dreisprungs (Hop-dominiert, Jump-orientiert oder ausgeglichen).
Tabelle 3 zeigt die Anzahl der Springer, die jeweils eine der drei o.g. Varianten umsetzte (einschließlich der erzielten durchschnittlichen offiziellen und aktuellen Weiten für jede Technik). Gleiches wird in Abb. 1 dargestellt.
Ergebnisse und Einzelfallanalysen:
1.
Die Längen der Phasen und deren prozentualer Anteil an der Gesamtleistung wiesen große Unterschiede im Vergleich der Finalisten auf.
2.
Harrison, Conley und Howard verteilten ihre Anstrengungen über die drei Phasen in sehr unterschiedlicher Weise und sie erreichten deutlich höhere Weiten in einer oder zwei der drei Phasen als andere Weltklassespringer.
3.
Etwa gleich war die Zahl derjenigen Springer, die die ausgeglichene bzw. die Hop-orientierte Technik einsetzen. Lediglich einer der untersuchten Springer verwandte die Jump-dominierte Technik.
4.
Die aufgetretenen Unterschiede in den mittleren offiziellen und aktuellen Weiten sind möglicherweise auf die geringe Probandenzahlen zurückzuführen.
5.
Die von Harrison erzielten aktuellen Höchstweiten wurden mit Sprüngen erreicht, bei denen der prozentuale Anteil des Hops deutlich geringer als sonst bei ihm üblich war. Seine extremen Hop-Anteile waren nicht optimal für ihn.
6.
Conley realisierte die kürzesten Hops und geringsten prozentualen Anteile des Hops unter allen Finalisten, dennoch sprang er einen weiteren Hop als gewünscht. Er hatte die größten Jump-Weiten und Jump-Anteile aller Finalisten, realsierte jedoch einen kürzeren Jump als gewollt. Obwohl extrem, waren seine Jump-Anteile häufiger nicht optimal für ihn.
7.
Carter und Hunt wiesen eine Tendenz zur Überbewertung der Hophase zu Ungunsten des Steps und der aktuellen Weite auf.
8.
Die Steigerungen der Hop-Länge und des Hop-Anteils stehen in Zusammenhang zu Steigerungen der aktuellen Weiten, obwohl sich die Stepanteile verringerten. Die extremen Stepanteile erwiesen sich als nicht optimal für den Athleten.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Track Coach |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1997
|
| Jahrgang: | 139 |
| Seiten: | 4435-4442, 4452 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |