The study of the model interval time in 400m hurdle race for men
(Untersuchung der Modellintervallzeit im 400-m-Hürdenlauf der Männer)
Ziel:
Verf. hielt es für erforderlich, im 400-m-Hürdenlauf eine Analyse der 11 feststehenden Intervalle (vom Start bis zur 1. Hürde=45m, Strecke von Hürde zu Hürde ab 2. Hürde bis zur 10. Hürde= jeweils 35m, von 10. Hürde zum Ziel=40m) durchzuführen. Bisher liegen relativ wenig Informationen über Modellparameter für diese Intervallzeiten vor. Deshalb war es Ziel der Studie, Gleichungen für die Errechnung von Modell-Intervallzeiten in o.g. Abschnitten des 400-m-Hürdenlaufs der Männer zu ermitteln.
Methode:
Es erfolgten Videoanalysen von insgesamt 116 Rennen mit 651 Einzelläufen in den Jahren 1994 und 1995. Untersucht wurden o.g. Abschnitte (gerechnet wurde jeweils mit dem ersten Aufsetzen nach der Hürde).
Entsprechend der Leistungen erfolgte eine Einteilung der Proben in acht Gruppen.
Ergebnisse:
Tabelle 1 zeigt die Berechnungsgleichungen für die 11 unter- suchten Intervalle mit entsprechendem Korrelationskoeffizient zur Leistung.
Es wurde festgestellt, daß es je nach Leistungsstärke der Sportler unterschiedliche Korrelationen der einzelnen Intervalle zur Endleistung gibt. Es korrelierten zur Leistung:
Gruppe A (leistungsstärkste Sportler:2. - 9. Intervallzeit
Gruppe B: 2.,3.,5. Intervallzeit
Gruppe C: 5.-8. Intervallzeit
Gruppe D: 3., 8.-10. Intervallzeit
Gruppe E: 5.-8. Intervallzeit
Gruppe F: 6.-8. Intervallzeit
Gruppe G: 7.- 8. Intervallzeit
Gruppe H (leistungsschwächste Sportler): 8.-10. Intervallzeit
Abb. 1 zeigt die Intervallgeschwindigkeiten für die einzelnen Gruppen.
Benachbarte Gruppen unterschieden sich auch durch offensichtlich unterschiedliche Intervallzeiten, die zwischen Gruppe A und B insbesondere in der ersten Hälfte des Rennens deutlich wurden, in den anderen Gruppen jeweils in der späteren Rennhälfte.
Schlußfolgerung:
In sieben der acht untersuchten Gruppen korrelierte die Endleistung signifikant mit der 8. Intervallzeit. In fünf Gruppen wurde eine Korrelation der Leistung zur 7. und 9. Intervallzeit gefunden. Demnach liegt insbesondere eine Korrelation der Leistung zu den Intervallzeiten auf der hinteren Streckenhälfte vor. Leistungsverbesserungen können demnach vor allem durch Verbesserungen der Leistungsfähigkeit auf dem hinteren Streckenabschnitt, insbesondere zwischen dem 7. und 9. Intervall erreicht werden. Die Unterschiede in den Intervallzeiten machen außerdem deutlich, daß die Sprintfähigkeit in der hinteren Hälfte des Rennens trainiert und verbessert werden sollte, da sie den Untersuchungen zufolge meist einen leistungsmindernden Faktor darstellt.
© Copyright 1996 ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz). Springer. Veröffentlicht von Edicoes FMH. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Lissabon
Edicoes FMH
1996
|
| Seiten: | 431-434 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |