Blood sampling in doping control. First experiences from regular testing in athletics

(Blutentnahmen innerhalb der Dopingkontrolle. Erste Erfahrungen aus regelmäßigen Tests in der Leichtathletik)

Die Untersuchung umfaßt Blutproben von 99 Sportlern, die während Dopingkontrollen zu IAAF-Meetings 1993 bis 1994 entnommen wurden. Blutdoping mit allogenem Blut wurde nicht festgestellt. Die Verteilung der Hämoglobinspiegel bei Sportlern unterschied sich nicht deutlich von Kontrollpersonen. Die Erythropoietinwerte (EPO) waren bei Sportlern deutlich niedriger als bei Kontrollpersonen, und 58% hatten EPO-Werte unterhalb der Feststellungsgrenze für diese Analyse. Das kann durch den Höhenaufenthalt vor der Kontrolle bedingt sein. Die Messungen von Wachstumshormon (GH) und IGF I wiesen auf keinen GH-Mißbrauch durch irgendeinen Sportler hin. 1/3 der männlichen Sportler hatten niedrigere Testosteronspiegel als das normale Referenzintervall. Das kann zumindest teilweise an der Verbindung von Entnahme in der Nacht und nach anstrengender Belastung liegen. Eine Sportlerin hatte einen äußerst erhöhten Testosteronspiegel. Es wird geschlußfolgert, daß bei der Interpretation der Testergebnisse unbedingt die speziellen Umstände während der Entnahme berücksichtigt müssen.
© Copyright 1997 International Journal of Sports Medicine. Thieme. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:International Journal of Sports Medicine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Stuttgart 18(1997)1, S. 8 - 12, 8 Abb., 23 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel