Hammerwurf-Simulation auf Grundlage von Inertialsensordaten zur Analyse der Wurftechnik

Beim Olympischen Hammerwurf entscheidet die Bewegungsausführung über die Wurfweite. Deshalb sind die genaue Analyse der Bewegungsabläufe und deren Bewertung der Technik für Trainer:in und Athlet:in von großer Bedeutung. In der Vergangenheit wurde für die biomechanische Bewegungsanalyse der Athlet:in unter anderem der Moven-Suit der Firma Xsens eingesetzt (Tiedemann et al., 2022). Diese Methode hat jedoch ihre Limitationen, da es keine Aussagen zur Bewegung des Hammers gibt. Ein vielversprechender Ansatz ist dagegen die Simulation, welche auf Basis von Inertialsensordaten der rechten Hand der Athlet:in eine Rückrechnung auf die Hammerposition ermöglichen soll. Die Studie hat das Ziel, die Hammerkopfposition durch eine nachträgliche Simulation zu ermitteln. Dazu werden Positionsdaten der rechten Hand genutzt, welche mit einem Inertialsensoranzug erfasst werden. Aus der Simulation, die auf einem Mehrkörpermodell basiert, können leistungsrelevante Parameter, wie beispielsweise die Zeiten für die einzelnen Umdrehungen (Turns), die Koordinaten des Vor- und Nachlaufs des Hammers sowie dessen Hoch- und Tiefpunkte bestimmt werden. Es wird weiterhin gezeigt, wie aus den Ergebnissen der Simulation Ableitungen für das Techniktraining getroffen werden können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:dvs-Biomechanik 2023 Tagungsband
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Stuttgart Steinbeis-Edition 2023
Seiten:167-173
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch