Zur Technik ders Diskuswerfens auf der Grundlage von 3-D-Videobild- und -Bodenreaktionskraftmessungen

In der prozessbegleitenden Forschung wurden Wettkampfwürfe von sechs Spitzenathleten mit Weiten zwischen 66 und 69 m analysiert. Die Untersuchung erfolgte mit einem 3-D-Videobildmessverfahren und ergänzend mit synchroner 3-D-Plattformdynamometrie. Bis zum "Abdruck links" wird der Diskus auf Bahngeschwindigkeiten von 8-9 m/s beschleunigt. In der Hauptbeschleunigungsphase, die nach dem Hochpunkt beginnt und deren Maximum im Tiefpunktbereich liegt, wird die Geschwindigkeit um 15-17 m/s erhöht. Von Einfluss sind dabei die genutzten Beschleunigungswege, die 3,6-4,6 m betragen. Ein bedeutender Parameter ist der Winkel zwischen Wurfarm und Schulterachse. Die in dieser Phase ermittelten Kniewinkelbereiche beim Druckbein von 100°-125° und beim Stemmbein von 130°-180° stellen im Hinblick auf die gemessenen Vertikalkräfte differenzierte Anforderungen an die Kraftvoraussetzungen, die sich im Bereich des ein- bis zweieinhalbfachen Körpergewichts bewegen. Das Vektordynamogramm der Horizontalkräfte des Druckbeins weist bei optimaler Technik einen nahezu symmetrischen Verlauf um den Nullpunkt auf.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen 2003
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/181843.pdf
Jahrgang:10
Heft:2
Seiten:95-103
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch