Biomechanical analysis of two elite canoeists

(Biomechanische Analyse von zwei Hochleistungskanuten)

Folgende Ziele wurden mit der Untersuchung verfolgt: 1. Bestimmung der Faktoren einer sportlichen Leistung im Kanurennsport 2. Ermittlung, ob die Kinematik auf dem Wasser im Freien mit der Kinematik in einem neu entwickelten C-1-Simulator übereinstimmt 3. Messung und Vergleich der Kraftentwicklung von zwei Leistungssportlern im Simulator mit einem Vergleich zu Testergebnissen im Freien Als Probanden beteiligten sich Mitglieder der kanadischen Kanurennsport-Nationalmannschaft (beides Linksschläger) am Test. Der Simulator bestand aus einer Pacer 2A Biokinetics Widerstanstrainingseinheit und einem nachempfundenen Canadier-Bootskörper. Im Simulator wurde der obere Teil eines Canadierpaddels inklusive T-Griff verwendet. Die erzeugten Kräfte wurden aufgezeichnet. Während der Tests absolvierten die Probanden Übungen mit einer 44er Schlagfrequenz. Diese Frequenz wurde durch vorgegebene Audiosignale aufrechterhalten. Die Kraftzeitverläufe wurden mit einer Frequenz von 100 Hz aufgezeichnet. Parallel dazu wurden Videoaufnahmen von der Seite gemacht, um den gesamten Schlagzyklus zu analysieren. Die Bewegungsmuster von den Tests im Simulator und auf dem Freiwasser ähnelten sich stark (Ober- und Unterhand von proband 2, Unterhand von Proband 1). Die ermittelten Differenzen waren aber nicht sehr gravierend. Auch die Analyse der Bewegungen des Oberkörpers, der Hüfte und der Beine ergab große Ähnlichkeiten zwischen Ergometer und Freiwasser. Zwischen den beiden Kanuten wurden deutliche Technik- und Bewegungsunterschiede festgestellt, die sich auch in der sportlichen Leistung widerspiegelten. So erreichte der leistungsstärkere Kanute einen längeren Schlagzyklus und eine deutlich bessere Paddelposition im Wasser, auch wenn diese nicht optimal war. Er ereichte auch über einen längeren Zeitraum als der zweite Proband eine Kraftwirkung im Wasser. Das trifft in besonderem Maße auf den zweiten Teil der Vortriebsphase zu. Die Veränderungen seiner Körperpositionen ermöglichten es ihm auch in größerem Maße, Hüft-, Oberkörper- und Beinmuskulatur einzusetzen, während sich der leistungsschwächere Proband primär auf die Muskulatur des Schultergürtels und der Arme verläßt. Dadurch kommt es schneller zu einer lokalen Ermüdung. - H. Sandner -
© Copyright 1995 ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz). Springer. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996. - S. 83 - 87, 1 Tab., 3 Abb., 1 Lit.
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel