Erfolgreich im Bodenkampf. Tipps, Tricks und Taktik von Weltklasse-Judoka. Haltegriffe
Wer im modernen, leistungsorientierten Judosport erfolgreich sein will, der muss viel Training in die Ausprägung, ja Perfektionierung ausgewählter Techniken investieren. Aus der Vielzahl der unterschiedlichen Würfe und Techniken im Stand und am Boden gilt es die auszuwählen, die einem am besten liegen, mit denen man erfolgreich sein kann, gegen unterschiedliche Gegner mit unterschiedlichen Kampfstrategien, die noch dazu, in den meisten Fällen über die Spezialtechniken der Gegner informiert sind. Hieraus ergibt sich wiederum die Forderung nach einer variablen, flexiblen Einsetzbarkeit dieser speziellen Techniken in Kampfsituationen, die innerhalb von Sekundenbruchteilen wechseln können. Situationen zu erkennen und auch gleich zu nutzen, in denen die jeweilige Spezialtechnik eine effektiv e Lösungsstrategie darstellen kann, ist folglich auch eine im Training und Wettkampf gestellte Aufgabe. Letztlich gilt es deshalb auch, nicht nur die Technik isoliert zu trainieren, sondern sie in sogenannten Handlungskomplexen zu trainieren und einzusetzen. Hier geht es um Ausgangs- bzw. Standardsituationen (und deren gezielte Schaffung im Kampfverlauf) für den Einsatz einer bestimmten Technik, wobei auch stets die Verteidigungshandlungen des Kontrahenten mit zu betrachten sind.
In der vorliegenden DVD wird durch Bundestrainer Richard Trautmann dieses Technikverständnis im Deutschen Judo-Bund und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Techniktraining am Beispiel von Haltegriffen demonstriert. Dabei werden folgende Handlungskomplexe präsentiert:
Tölzer-Dreher (Umdreher gegen die Bank zu Kata-gatame)
Sankaku-gatame (Angriff von Tori vom Kopf her)
Kashiwazaki (Umdreher gegen die Bank zu Yoko-shiho-gatame)
Laats-Dreher zu Yoko-shiho-gatame
Paluschek (Umdreher gegen die Bank zu Kesa-gatame)
Anhand dieser Handlungskomplexe wird sehr gut demonstriert, wie variabel diese Techniken durch die Sportler eingesetzt werden, die sie für ihre Kampfstrategie perfektioniert haben. So gibt es allein für den Tölzer-Dreher sieben Lösungen, woraus sich für den verteidigenden Judoka sehr viele Probleme ergeben, da er sich nicht nur auf eine Abwehrstrategie konzentrieren kann. Der Angreifer analysiert die aktuelle Kampfsituation und kann aus dem Set an Lösungen die auswählen, die ihm erfolgsversprechend erscheint.
Durch die Demonstration mit kontrollierten Trainingssituationen, bei denen die jeweiligen bewegungstechnischen Ziele und Schwerpunkte gut erläutert werden, ist ein guter Lernprozess möglich.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kampfsportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Overath
KJL-Judo-Lehrmedien
2015
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| Dokumentenarten: | CD-ROM, DVD |
| Level: | niedrig |