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Virtuelle Realität (VR) und 360°-Videos. Die Bedeutung neuester Technologie für ein kognitives Training im Fußball

Bislang wurden zum Zwecke der Diagnostik und des Trainings kognitiver Faktoren wie der Antizipation oder dem Entscheidungshandeln im Sport meist Videos auf Computerbildschirmen oder Leinwänden präsentiert. Der Einsatz von virtuellen Realitäten (VR), präsentiert über VR-Brillen, ermöglicht eine realitätsnähere Darbietung von sportspezifischen Aktionen, z. B. über 360°-Videos von Spielszenen. Diese Technologie bietet weitere Vorteile. So findet bspw. ein rein kognitives VR-Training ohne zusätzliche körperliche Beanspruchung der Spieler statt. Trainingsvideos können gezielt manipuliert (z. B. über visuelle Hervorhebungen oder Audiokommentare) und beliebig oft wiederholt werden. Die Nutzung einer VR-Brille mit 360°-Videos erzeugt einen spielerischen Charakter, der sich motivierend auf die Spieler auswirken kann, so dass sie gerne mit dieser Technologie trainieren. VR wird zwar schon seit einigen Jahren im Sportkontext eingesetzt, Effektivitätsstudien zum Mehrwert eines kognitiven Trainings mit VR, d. h. der Übertragbarkeit auf die Leistung auf dem Platz, liegen aktuell jedoch kaum vor. Dies ändert der DFB im Rahmen seiner Akademie durch das laufende Forschungsprojekt "Decision Making".
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Naturwissenschaften und Technik
Tagging:virtuelle Realität Entscheidungstraining
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Frankfurt/Main Deutscher Fußball-Bund 2019
Schriftenreihe:Wissensportal der DFB-Akademie
Online-Zugang:https://www.dfb-akademie.de/studie/virtuelle-realitaet-vr-und-360-videos/-/id-15000059
Dokumentenarten:Informationsseite und Navigationsseiten
Level:mittel