From youth team to first team: An investigation into the transition experiences of young professional athletes in soccer

(Vom Jugendteam in die erste Mannschaft: Eine Untersuchung zu Transfererfahrungen junger Fußballprofis)

Using Wylleman and Lavallee [(2004). A developmental perspective on transitions faced by athletes. In M. Weiss (Ed.), Developmental sport psychology (pp. 507-527). Morgantown, WV: Fitness Information Technology] and Stambulova [(2003). Symptoms of a Crisis-transition: A Grounded Theory Study. In N. Hassmen (ed.), Svensk Idrottspykologisk Förening (pp. 97-109). Örebro, Sweden: Örebro University Press] models of transition as conceptual frameworks for the current study, we aimed to explore United Kingdom professional soccer players` (N = 5) experiences going through a youth-to-senior career transition to first team level, and assess the immediate changes that occur during the move. Few studies have assessed this process, and no studies have focused on assessing the changes that may occur between pre- and post-transition. Data collection lasted one month with players interviewed twice, two weeks before, and two weeks after their transition to the first team. Data were abductively thematically content analysed. Prior to transition, players reported high motivation to be successful, but also feeling anxious about the transition to senior sport. Post-transition, players felt more confident about their ability to succeed in senior sport and maintained high levels of motivation to succeed. Family, friends, coaches, and teammates provided emotional, technical, and tangible support to the players throughout the transition, but were also sources of stress for athletes moving to senior sport. These findings suggest ways to assist transitioning athletes, such as the use of buddy systems with senior players. Der Übergang vom Nachwuchs- in den Profifußball gilt als kritische Phase in der Entwicklung von Talenten. Der Sprung zu den Profis ist für die meisten jungen Spielerinnen groß. Entgegen ihrer zentralen Bedeutung stellt diese Übergangsphase im Rahmen der Nachwuchsförderung noch immer eine Grauzone dar. Auch wissenschaftlich ist diese Thematik bisher wenig untersucht worden. Entsprechende Forschung kann Vereinen dabei helfen, die Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs- und Profibereich zu erhöhen und somit die Effizienz der Talentförderung zu verbessern. Zielstellung einer Studie von Morris et al. (2017) war es, psychologische Einflussfaktoren der Übergangsphase vom Nachwuchs- in den Profifußball und relevante Veränderungen unmittelbar vor und nach dem Übergang zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden fünf Nachwuchsspieler eines britischen Profivereins im Alter zwischen 17 und 19 Jahren zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem ersten Training mit der Profimannschaft befragt. Die Transkripte der semi-strukturierten Interviews wurden anhand einer Kombination aus induktiver und deduktiver thematischer Inhaltsanalyse ausgewertet. Als relevante Einflussfaktoren des Übergangs vom Nachwuchs- in den Profifußball wurden folgende psychologische Faktoren identifiziert: • Motivation (intrinsisch, z.B. Spaß am Fußball; extrinsisch, z.B. finanzielle Anreize) • Angst und Selbstvertrauen (z.B. Angst vor dem großen Schritt zu den Profis; Überzeugung, mithalten zu können) • Stressoren (intern, z.B. sich selbst unter Druck setzen; extern: z.B. Erwartungen der Eltern, Kritik/Druck durch Chef-Trainer) • soziale Unterstützung (privat, z.B. emotionale Unterstützung durch Eltern; sportlich, z.B. Rückmeldungen von Mitspielern und Trainer-Team) Darüber hinaus veränderte sich während der Übergangsphase die subjektive Wahrnehmung bezüglich einiger dieser Faktoren. Beispielsweise waren die Spieler nach dem Übergang in den Profifußball weniger ängstlich und berichteten mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Zudem betrachteten die Spieler nicht mehr die Eltern als wichtigste Bezugspersonen, sondern den Chef-Trainer. Diese Studie bietet einen ersten Einblick in die Bedeutung psychologischer Faktoren für den Übergang vom Nachwuchs- in den Profifußball. Trotz einiger Einschränkungen (z.B. kurzes Zeitintervall zwischen Pre- und PostBefragung, hohe Spezifität der Stichprobe) liefern die oben skizzierten Ergebnisse relevante Ansatzpunkte für die weitere sportpsychologische Forschung. Zukünftige Studien sollten zunächst den Einfluss und die Wirkweise psychologischer Faktoren auf die Bewältigung des Übergangs genauer untersuchen. Darauf aufbauend können Interventionsansätze zur Unterstützung der Spieler entwickelt und deren Wirksamkeit evaluiert werden. Ein möglicher Ansatz wäre beispielsweise, Spielern sowie dem familiären und sportlichen Umfeld Informationen über die Herausforderungen des Profifußballs sowie Bewältigungsoder Unterstützungsstrategien zu vermitteln. Eine solche sportpsychologische Forschung zum Übergang vom Nachwuchs- in den Profifußball ist besonders wertvoll, um die Erfahrungen von Talenten in dieser Übergangsphase besser zu verstehen und die Spielerinnen entsprechend unterstützen zu können. (Besprechung: Englert, E. in Sportpsychologie Digest)
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Spielsportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:International Journal of Sport and Exercise Psychology
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2017
Online-Zugang:http://doi.org/10.1080/1612197X.2016.1152992
Jahrgang:15
Heft:5
Seiten:523-539
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch